Archiv | Kabuff

 

  • Samira Gebhardt | November 2021
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    Samira Gebhardt / November 2021 / Lgb.-Nr. 3723

    „Während meines Aufenthalts in Freiburg, entstand die Installation Lgb.-Nr. 3723. Zu Beginn der Residency habe ich mir vorgenommen, mich mit einer Baustelle in der Stadt zu beschäftigen. Baustellen interessieren mich als narrativer Ort, der verschiedene Sprachen und Schichten birgt, mit denen ich mich intensiver auseinandersetzen will. Nachdem ich eine Baustelle an der Kronenstraße gefunden hatte, die mich besonders interessierte, begann ich mich auf verschiedene Weise dem Ort anzunähern.
    Wie kann ich mich einem Grundstück nähern, zu dem ich keinen persönlichen Bezug habe? Das Grundstück an der Kronenstraße weckte mein Interesse, vor allem, da an diesem Ort gerade verschiedene Baumaßnahmen stattfanden, sowie eine archäologische Ausgrabung im Gange war.
    Ich lernte verschiedene Menschen auf der Baustelle kennen – Maurer, Straßenbauer, Stuckateure, Gerüstbauer und Archäolog:innen. Durch unsere Gespräche begann sich ein vielschichtiges Bild des Ortes aufzubauen – dazu gehörten der Arbeitsalltag der Bauarbeiter, ihre persönlichen Geschichten, die wissenschaftliche Herangehensweise der Archäolg:innen, der historische Kontext des Ortes, sowie der aktuelle Zustand und die zukünftigen Veränderungen des Grundstücks, die mit den Baumaßnahmen bereits weit vorangeschritten waren.
    Meine Recherche führte mich über den Austausch mit dem Amt für Denkmalschutz ins Stadtarchiv. Ich sammelte weitere Informationen, die mich bis zu Grundstücksplänen des mittelalterlichen Lepra-Hospizes, das an diesem Ort stand, führten. Die Skelette, die allmählich von den Archäolog:innen geborgen wurden, die in mehreren Schichten übereinander und in verschieden Himmelsrichtungen zueinander bestattet worden waren, lösten in mir die Frage aus: wie tief geht eigentlich ein Grundstück und wie ist all das Material, das wir an der Oberfläche sehen können, verklebt mit diesem Ort?
    Nach und nach freundete ich mich mit den Bauarbeitern an und fragte sie, ob sie mir Teile ihres Baumaterials überlassen würden. Ich erhielt ein Stück Stuck, Maurerfaden, Bitumen und Styrodur. Diese Bruchstücke des Ortes finden sich in der Installation Lgb.-Nr. 3723 wieder und wurden in eine neue narrative Beziehung zueinander gestellt. Des Weiteren baute ich Modelle des Baugerüstes und fertigte mit Aluminiumstangen einen Abdruck von der Verbindungsstelle zwischen Neu- und Altbau an.“

     

    //EN

     

    Samira Gebhardt / November 2021 / Lgb.-Nr. 3723

    „During my residency in Freiburg, I created the installation Lgb.-Nr. 3723. At the beginning of the residency I decided to deal with a construction site in the city. Construction sites interest me as narrative places that hold different languages and layers that I want to deal with more intensively. After finding a construction site on Kronenstraße that particularly interested me, I began to approach the site in different ways.
    How can I approach a site to which I have no personal connection? The property on Kronenstraße aroused my interest, especially since various construction measures were taking place at the site and an archaeological excavation was underway.
    I met various people on the construction site – bricklayers, road builders, plasterers, scaffolders and archaeologists. Through our conversations, a multi-layered picture of the site began to build up – it consists of the daily work of the construction workers, their personal stories, the scientific approach of the archaeologists, the historical context of the site, as well as the current condition and future changes to the site, which were already well underway with the construction work.
    My research led me to the city archives through an exchange with the Office for the Protection of Historical Monuments. I gathered more information, which led me to plot plans of the medieval leper hospice that stood on the site. The skeletons that were gradually recovered by the archaeologists, which had been buried in several layers on top of each other and at different compass points to each other, triggered the question: how deep does a plot of land actually go and how is all the material that we can see on the surface glued to this place?
    Gradually, I made friends with the construction workers and asked them if they would let me have some of their building material. I received a piece of stucco, mason’s thread, bitumen and Styrodur. These fragments of the site are found in the installation Lgb.-Nr. 3723 and were placed in a new narrative relationship to each other. Furthermore, I built models of the scaffolding and made an impression of the junction between the new and old buildings using aluminum rods.“

     

     

    Foto: Samira Gebhardt, 2021, courtesy of the artist.

  • Sophia Leitenmayer | August 2021 – September 2021
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    Sophia Leitenmayer ist eine Multimedia-Künstlerin, die in Hamburg lebt und arbeitet. In ihrer künstlerischen Praxis konzentriert sie sich auf die Entwicklung von interdisziplinären szenischen und performativen Arbeiten an der Schnittstelle von Klang und Musik, Filmkunst, Bewegung, Malerei und Raum.
    www.yamkamuna.com | @BAUM.PILZ

    Während ihrer Residenz im Kabuff erschuf Sophia Leitenmayer eine begehbare multimediale Installation. Die KINDERBRILLE, bestehend aus Videos, Sound, Malerei, lebendem und totem Holz befasste sich mit dem Stadtraum als Spielfeld für Transformation von Machtstrukturen durch kollektive Neubesetzung. Sophia Leitenmayer sammelte auf ihren Streifzügen durch Freiburg und Hamburg Szenen, Klangteppiche und Störfaktoren. Sie beobachtete mit Augen und Ohren und griff manchmal in Situationen ein, verschob Dinge im öffentlichen Raum oder nahm diesen Raum mit ihrer körperlichen Präsenz ein. Die KINDERBRILLE ist eine Kombination aus Sonnen- und Regenbrille, rosaroter Brille, Scheuklappen und dem Bewusstsein eines Menschen, der spielt.

    „Bilder sind da, um gelebt zu werden und das Chaos ist da, um Gedanken zu verdichten.“

    „Wenn ein Mensch seine Ohren auf Grundrauschen einstellt, kommt ihm der Wald vor, als müsste er jeden Tag lange arbeiten.“

    „Du bist sehr sehr alt, wie du durch deine Kinderbrille schaust. Bilde mal ein kleines Loch mit deinen Fingerspitzen und betrachte dadurch die Welt oder puste ein Feuer an.“

     

    //

     

    (EN)

    Sophia Leitenmayer is a multimedia artist who lives and works in Hamburg. In her artistic practice, she focuses on the development of interdisciplinary scenic and performative works at the interface of sound and music, film art, movement, painting and space.

    www.yamkamuna.com | @BAUM.PILZ

    During her residency at KABUFF, Sophia Leitenmayer created a multimedia installation. The KINDERBRILLE, consisting of videos, sound, painting, living and dead wood, dealed with urban space as a playing field for the transformation of power structures through collective reoccupation.

    Sophia Leitenmayer collected scenes, sound carpets and disruptive factors on her wanderings through Freiburg and Hamburg. She roamed observantly with her eyes and ears through the cities and sometimes intervenes in situations, shifted things in the public space or occupied the space it with her physical presence. KINDERBRILLE is a combination of sunglasses, rain goggles, rose-coloured glasses, blinkers and the consciousness of a person who is playing.

    „Images are there to be lived and chaos is there to concentrate thoughts.“

    „When a human being tunes his ears to background noise, the forest feels as if he has to work long hours every day.“

    „You are very very old, the way you look through your children’s glasses. Make a little hole with your fingertips and look at the world through them, or blow on a fire.“

     

    Foto: Sophia Leitenmayer, 2021, courtesy of the artist.

    www.yamkamuna.com

  • E-LAB | URBAN SUMMER 2021 | Juli 2021
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    Begegnung und Austausch über die Künste, cross-künstlerische Werke, öffentliche Performances und Präsentationen im E-WERK

    Zeitraum: 01.07. bis 25.07.2021
    Abschlussveranstaltungen vom 16.07. bis 18.07.2021

    Galerie 1, Galerie 2, Bildhauerhalle Kabuff

    Das Projekt „Urbaner Sommer“ bietet Künstler*innen aus Freiburg und anderen deutschen Städten eine Plattform zum Entwickeln von gemeinschaftlich konzipierter, stadtbezogener Kunst.

    Zielgruppe: Künstlerisch arbeitende junge Menschen

    Ziel: Begegnung und Austausch über die Künste, Erarbeitung von cross-künstlerischen Werken, öffentliche Performances und Präsentationen im E-WERK

    IDEE UND KONZEPT
    Themen und mögliche Fragen

    Wie entsteht eine künstlerische Gruppenarbeit und welche Rolle spielen Herkunft, Heimat und die besonderen Gegebenheiten vor Ort? Wie gestaltet sich das Leben in der Stadt und welchen Raum nimmt dabei die Kunst und ein künstlerisches Werk ein?

    Wo liegen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den verschiedenen Kulturen der Teilnehmer*innen und welche neuen künstlerische Lösungsansätze und Modelle ergeben sich daraus? Das sind Fragen und mögliche Leitmotive des Kunstprojekts E-Lab „Urban Summer“.

    Das urbane Laboratorium der jungen Künste

    Das urbane Laboratorium der jungen Künste ist ein Pilotprojekt. Die jungen Künstler*innen arbeiten an einem ungewöhnlichen und spannendem Atelierplatz in der großen Turbinenhalle des ehemaligen Elektrizitätswerks, Musikateliers, auf Tanz- und Theaterbühnen und vielen anderen Projekträumen des
    E-WERKs. Die künstlerische Arbeit wird sich an zeitgenössischen Künsten wie Skulptur, Performance, Video-, Lichtkunst und Installation orientieren. Dieses wird dann als  work in progress an mehreren Tagen vor Ort in allen Räumen des E-WERKs aufgeführt. Der Prozess des Erarbeitens soll dabei kontinuierlich in den sozialen Medien kommuniziert und durch kleine Interventionen im E-WERK und im öffentlichen Raum während des Aufenthalts der jungen Menschen in Freiburg ergänzt werden.

     

    Kooperationspartner: Kulturamt der Stadt Freiburg, Galerie für Gegenwartskunst,
    Kabuff, tanznetz|freiburg, flausen+ young artists in residence

    Idee und Konzept:Dr. Heidi Brunnschweiler, Wolfgang Herbert, Jürgen OschwaldProjektleitung: Wolfgang Herbert

    Gesamtleitung: Jürgen Eick

    Künstlerische Leitung: Jürgen Oschwald

    Gefördert von: Kulturamt Freiburg, Freiburg 900+1, E-WERK Freiburg

     

    Foto: Jürgen Oschwald, Urban Summer, 2021

     

    // EN

     

    Encounter and exchange about the arts, cross-artistic works, public performances and presentations at E-WERK

    Period: 01.07. to 25.07.2021
    Closing events from 16.07. to 18.07.2021

    Gallery 1, Gallery 2, Sculpture Hall Kabuff

    The project Urban Summer offers artists from Freiburg and other German cities a platform to develop collaboratively conceived, city-based art.

    Target group: Young people working as artists

    Goal: Encounter and exchange about the arts, development of cross-artistic works, public performances and presentations at E-WERK

     

    IDEA AND CONCEPT
    Topics and possible questions

    How does an artistic group work come into being and what role do origin, home and the special local conditions play? How is life in the city shaped and what space does art and an artistic work occupy?

    Where are the similarities and differences in the various cultures of the participants and what new artistic approaches and models result from this? These are questions and possible leitmotifs of the art project E-Lab „Urban Summer“.

    The urban laboratory of the young arts

    The urban laboratory of the young arts is a pilot project. The young artists work in an unusual and exciting studio space in the large turbine hall of the former electricity plant, music studios, on dance and theater stages and many other project spaces of the
    E-WERK. The artistic work will be oriented towards contemporary arts such as sculpture, performance, video, light art and installation. This will then be performed as a work in progress over several days on site in all the spaces of the E-WERK. The process of creation will be continuously communicated in social media and supplemented by small interventions in the E-WERK and in public spaces during the young people’s stay in Freiburg.

     

    Cooperation partners: Cultural Office of the City of Freiburg, Galerie für Gegenwartskunst,
    Kabuff, tanznetz|freiburg, flausen+ young artists in residence

    Idea and concept:Dr. Heidi Brunnschweiler, Wolfgang Herbert, Jürgen OschwaldProject management: Wolfgang Herbert

    Overall direction: Jürgen Eick

    Artistic direction: Jürgen Oschwald

    Supported by: Freiburg Cultural Office, Freiburg 900+1, E-WERK Freiburg

     

  • Daniel Dressel | Juni 2021
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    DANIEL DRESSEL

    Juni 2021

     

    Spielen ist eine Tätigkeit (und ein Modus der sozialen Interaktion) in welcher gesellschaftliche Regeln reflektiert, gelehrt und wiederholt werden. Oft werden in Spielen Mechanismen und Ideologien sichtbar, die unsere Gesellschaft besonders beschäftigen und prägen. Während uns z.B. ‚Monopoly‘ an die Wirkungsweise des freien Marktes heranführt, verfestigen ‚Tischkicker‘ ganz nebenbei die wettbewerbsorientierte Haltung westlicher Gesellschaften.

    Aber was passiert, wenn sich die Rahmenbedingungen und dadurch auch die altbekannten Spielregeln ändern?

    Daniel Dressel wird im Kabuff der Bildhauerhalle im E-Werk eine neue Werkserie beginnen, in der es um solche uns allen bekannten, aber dennoch leicht veränderten Spiele geht. Besucher*innen sind dazu eingeladen, vor Ort mit diesen abgeänderten Spielen zu interagieren, deren neue Funktionsweise zu erleben und sich über deren neue Funktionsweise auszutauschen.

    www.danieldressel.com

     

    //EN

     

    Playing is an activity (and a mode of social interaction) in which social rules are reflected, taught and repeated. Games often reveal mechanisms and ideologies that particularly preoccupy and shape our society. While ‚Monopoly‘ introduces us to the workings of the free market, ‚tabletop soccer‘ incidentally solidifies the competitive attitude of Western societies.

    But what happens when the framework conditions and thus also the familiar rules of the game change?

    Daniel Dressel will start a new series of works in the Kabuff of the Bildhauerhalle in the E-Werk, dealing with such games, which are familiar to all of us, yet slightly changed. Visitors are invited to interact with these altered games on site, to experience their new functionality and to exchange ideas about their new functioning.

  • Danae Hoffmann | Mai 2021
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    Danae Hoffmann arbeitet mit Materialien wie Stoff, Schaumstoff und Metall. Stoff steht für sie als Membran zwischen ihr und dem Anderen. Den Ausganspunkt bilden meist die sinnlichen Erlebnisse der Künstlerin.

    Für die Kabuff-Residency hat Danae eine Mäusehöhle gestaltet, aus der Geräusche kommen. Als Inspirationsquelle diente ihr eine Maus in ihrem Zimmer, die nachts immer wieder aus einer Bodenritze bzw. Spalte hervortrat und sich genau dort wieder zurückzog. Die Maus machte nachts laute Geräusche. Am nächsten Tag sah Danae, dass der Kokosschokoriegel, welchen sie in meinem Zimmer liegen hatte, halb aufgefressen war.

    Die Installation „Mäusehöhle“ im KABUFF bestand aus grauem Schaumstoff. Als Gerüst dafür fertigte die Künstlerin eine Holzkonstruktion an. Erweitert wurde die Installation mit dunklen Dots auf dem Boden, welche für abstrahierte Löcher stehen. An der Wand hing des Weiteren noch ein abstrahierter Mauseschwanz und in der Ecke ein langer Armschlauch.
    In ihrem Bericht zu ihrer Zeit im KABUFF  schreibt Danae: „Während meines Aufenthaltes habe ich verschiedene Bildhauer in der Bildhauerhalle kennengelernt. Sehr unterschiedliche Charaktere waren dort vertreten. Die Bildhauerhalle bietet viele Möglichkeiten und lässt viel Raum für unterschiedliche Arbeitsweisen. Interessant ist, dass die einzelnen Ateliers auf einen Blick zu sehen sind und man für jedes Fachgebiet einen anderen Künstler oder Künstlerin dort vorfinden kann“

    Foto: Danae Hoffmann, 2021, courtesy of the artist.

    //EN

    Danae Hoffmann works with materials such as fabric, foam and metal. For her, fabric stands as a membrane between her and the other. The starting point is usually the artist’s sensual experiences.

    For the Kabuff residency, Danae designed a mouse cave from which sounds come. Her source of inspiration was a mouse in her room that repeatedly emerged at night from a crack or crevice in the floor and retreated right there again. The mouse made loud noises at night. The next day, Danae saw that the coconut candy bar she had in my room was half eaten.

    The installation „Mouse Cave“ at KABUFF was made of gray foam. As a framework for it, the artist made a wooden construction. The installation was extended with dark dots on the floor, which stand for abstracted holes. Furthermore, an abstracted mouse tail hung on the wall and a long arm tube in the corner.
    In her report of her time at KABUFF, Danae writes, „During my stay, I met different sculptors in the sculpture hall. Very different characters were represented there. The sculptors‘ hall offers many possibilities and leaves a lot of room for different ways of working. It is interesting that the individual studios can be seen at a glance and you can find a different artist or artist there for each subject.“

  • Kian Bartels | März 2021 – April 2021
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    KIAN BARTELS

    März 2021 – April 2021

    www.kianbartelsbildhauer.com

    Ausstellung: MI 28.04. – FR 30.04.2021

    MI 28.04. | Beginn 20:15 UHR

     

    Foto: Kian Bartels, Masse im Raum, courtesy of the artist.

  • Violetta Seliger | Januar 2021 – Februar 2021
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    www.violettaelisaseliger.de

     

    Meine Arbeiten umfassen sowohl dreidimensionale Objekte (Kleinplastiken) als auch Zeichnungen und Reliefs in verschiedenen Materialien. Es geht in meinen Werken um Formen und Strukturen. Meine Arbeit beschreibt einen ständigen Dialog zwischen Zweidimensionalem und Dreidimensionalem. Beide Pole beeinflussen und ergänzen einander, eine gemeinsame Formensprache und enge Berührungspunkte entstehen, die untrennbar zusammen gehören.

    Ausgangspunkt für meine Objekte sind konstruierte geometrische Flächen, die ich vom Zwei- ins Dreidimensionale transformiere. Dabei enstehen sowohl geschlossene plastische Formen, als auch räumliche Formen aus mehreren selbstständigen Elementen, die in verschiedenen Variationen installiert werden können. So wird die feste Form aufgebrochen und bleibt variabel. Diese Form kann mit Hilfe von größeren Elementen als Rauminstallation gedacht werden. Auf der Grundlage dieser bisher erarbeiteten Formen und Strukturen, stelle ich mir als Konzept für das Kabuff vor, noch größere skulpturale und reliefartige Arbeiten herzustellen, neue Dimensionen auszuprobieren und in den Raum zu transformieren. Dabei möchte ich mit verschiedenen Techniken und Materialien (z.Bsp. Metallen, Pappen, Papier, Farben usw.) experimentieren auf der Suche nach neuen Formen. Meine zwei- und dreidimensionalen Arbeiten möchte ich im Raum als Installation in einen Zusammenhang bringen. Entweder stelle ich einen Zusammenhang her, sodass jede Arbeit für sich in Bezug zu einer anderen Arbeit steht oder ich arbeite mit herausgenommen einzelnen Elementen, die ich miteinander kombiniere, um neue Lösungen für den Raum zu finden.

     

    Welches Projekt wurde während des Aufenthaltes bearbeitet?

    Ausgangspunkt für meine Arbeiten im Kabuff in der Bildhauerhalle des E-Werks in Freiburg waren kleine Objekte und Zeichnungen, die in den letzten Jahren in meinem Berliner Atelier entstanden sind. Diese Arbeiten beschreiben einen Dialog zwischen Zweidimensionalem und Dreidimensionalem. Beide Pole beeinflussen und ergänzen einander, eine gemeinsame Formensprache und enge Berührungspunkte entstehen, die untrennbar zusammengehören. Aufgrund der kleinen Größe meines Berliner Ateliers konnte ich bisher nur in kleinen Formaten arbeiten. Im Kabuff hatte ich die Möglichkeit auch größere Formate experimentell zu erarbeiten. Begonnen habe ich meine Arbeit im Kabuff mit großformatigen Zeichnungen und Papierschnitten in Schwarz-Weiß in 100 x 70 cm, in denen ich Strukturen untersuchte. Von Hand geschnittene Raster dienten zunächst als Schablonen für die Zeichnugen in immer wieder neuen und unterschiedlichen Variationen. In diesem Prozess haben sich die Raster in einer sehr konzentrierten und fast meditativen Arbeitsweise immer weiter entwickelt und sind zu eigenständigen Arbeiten geworden. Zunächst noch in sehr streng geometrischen Quadraten sind diese Raster immer freier geworden und immer mehr aufgebrochen. Es sind unterschiedliche netzartige Strukturen entstanden. Spannend war für mich auch, die verschiedenen “Netzwerke” und Zeichnungen in mehreren Lagen/Schichten hintereinander zu Bildcollagen zu arrangieren. Auf diese Weise haben sich neue Strukturen gefunden. In der Kombination mehrerer Ebenen sind die zweidimensionalen Blätter dreidimensional und räumlich geworden.

    Es wird außerdem durch Falten oder Aufrollen der Papierraster und durch das Herausklappen einzelner Elemente in den Strukturen mit der Zwei- und Dreidimensionalität experimentiert. Inspiriert von den erarbeiteten Papiernetz-Strukturen sind auch Raster in Metall entstanden, die sowohl als Wandarbeiten als auch als Objekte bzw. Installation angeordnet werden können. In diesem Zusammenhang ist eine weitere reliefartige Arbeit entstanden, bei der ich die Strukturen von Industriepappen untersucht und durch Bemalen in Schwarz-Weiß verändert, zweckentfremdet und in einen neuen Kontext gebracht habe. Weiter entwickelt habe ich auch meine Metall-Objekte in größeren Dimensionen. Ich habe mit konstruierten geometrischen Flächen, die ich zusätzlich durch ein Laserschnitt-Programm auch in größeren Formaten herstellen konnte, gearbeitet. Durch Aufbiegen und Verformen transfomierte ich die Flächen vom Zwei- ins Dreidimensionale. Auf der Suche nach neuen Formen ist mit diesen räumlichen Elementen sowohl eine geschlossene plastische Form enstanden, als auch verschiedene Varianten von kleinen variablen Installationen aus mehreren selbstständigen Elementen.

     

     

    //EN

     

    My work includes three-dimensional objects (small sculptures) as well as drawings and reliefs in various materials. My works are about shapes and structures and describe a constant dialogue between two-dimensional and three-dimensional. Both poles influence and complement each other, a common language of forms and close points of contact emerge that belong inseparably together.

    The starting point for my objects are constructed geometric surfaces, which I transform from the two- to the three-dimensional. Thereby, closed plastic forms as well as spatial forms made of several independent elements emerge, which can be installed in different variations. In this way, the fixed form is broken up and remains variable. This form can be thought of as a spatial installation with the help of larger elements. On the basis of these forms and structures worked out so far, I imagine as a concept for the Kabuff to produce even larger sculptural and relief-like works, to try out new dimensions and to transform them into space. I would like to experiment with different techniques and materials (e.g. metals, cardboard, paper, colors, etc.) in search of new forms. My two- and three-dimensional works I would like to bring in the space as an installation in a context. Either I create a context so that each work is related to another work on its own, or I work with individual elements taken out, which I combine with each other to find new solutions for the space.

    On which project has been worked during the residency?

    The starting point for my works in the Kabuff in the sculpture hall of the E-Werk in Freiburg were small objects and drawings that were created in my Berlin studio in recent years. These works describe a dialogue between the two-dimensional and the three-dimensional. Both poles influence and complement each other, a common language of forms and close points of contact emerge that belong inseparably together. Due to the small size of my Berlin studio, I have only been able to work in small formats. In the Kabuff I had the opportunity to work experimentally in larger formats as well. I began my work in the Kabuff with large-format drawings and paper cuts in black and white in 100 x 70 cm, in which I examined structures. Hand-cut grids initially served as stencils for the drawings in ever new and different variations. In this process, the grids have developed in a very concentrated and almost meditative way of working more and more and have become independent works. Initially still in very strict geometric squares, these grids have become increasingly free and more and more broken up. Different net-like structures have emerged. It was also exciting for me to arrange the various „networks“ and drawings in several layers / layers behind each other to image collages. In this way, new structures have emerged. In the combination of several layers, the two-dimensional sheets have become three-dimensional and spatial. There is also experimentation with two- and three-dimensionality by folding or rolling up the paper grids and by folding out individual elements in the structures. Inspired by the elaborated paper grid structures, grids in metal have also been created, which can be arranged both as wall works and as objects or installations. In this context, another relief-like work was created, in which I examined the structures of industrial cardboard and changed them by painting them in black and white, alienated them from their intended purpose and brought them into a new context.

    I have also further developed my metal objects in larger dimensions. I worked with constructed geometric surfaces, which I could additionally produce in larger formats through a laser cutting program. By bending and deforming I transformed the surfaces from two- to three-dimensional. In the search for new forms with these spatial elements, both a closed plastic form emerged, as well as different variants of small variable installations from several independent elements.

     

     

     

  • Anas Kahal | "Ali's last dance"
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    Anas Kahal ⎮ Oktober 2020 ⎮ „Ali’s last dance“

    Der libanesische Künstler Anas (Künstlername), 1985 in Damaskus/Syrien geboren und aufgewachsen, schloss 2009 an der Kunstfakultät Damaskus seinen Bachelor in Malerei ab. Im Anschluss ging er nach Deutschland, da er sich für den Expressionismus interessierte. Er studierte bei Prof. Helmuth Dorner und Prof. Kalin Lindena von 2011 – 2016 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe (AdBK Karlsruhe) Malerei und Grafik. 2017 war er Meisterschüler von Prof. Kalin Lindena. Im selben Jahr erhielt er das Graduiertenstipendium der AdBK Karlsruhe. Ein Jahr später nahm er als Stipendiat am
    Austauschprogramm Baden-Württemberg – Katalonien teil, das vom Goethe Institut Barcelona, der Kunststiftung BW, dem Württembergischen Kunstverein und dem Kunstzentrum Hangar Barcelona initiiert wurde. 2019 erhielt er, gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst Baden-Württemberg, ein Stipendium für einen sechsmonatigen Studienaufenthalt an der Cité Internationale des Arts Paris.

    Während der Zeit im experimentellen Kunstraum KABUFF im E-Werk, wird Anas seine Video-Performance Ali’s last dance weiterentwickeln. Dabei werden Szenen des letzten Boxwettkampfes Mohammed Alis gegen Trevor Berbick (1981) aufgegriffen, arrangiert und als mehrkanalige Projektion räumlich und zeitlich neu zusammengebracht. Am Ende steht das Publikum mit im Ring.

    Anas wohnt und arbeitet seit 2019 in Freiburg im Breisgau. Aktuell erhält er das Atelierstipendium der Stadt Freiburg.

     

    Homepage des Künstlers ⎮ www.anaskahal.com

     

    //EN

     

    Lebanese artist Anas (artist name), born and raised in Damascus/Syria in 1985, completed his bachelor’s degree in painting at the Damascus Faculty of Art in 2009. Subsequently, he went to Germany, as he was interested in expressionism. He studied painting and graphic arts with Prof. Helmuth Dorner and Prof. Kalin Lindena at the State Academy of Fine Arts Karlsruhe (AdBK Karlsruhe) from 2011 – 2016. In 2017 he was a master student of Prof. Kalin Lindena. In the same year he received the graduate scholarship of the AdBK Karlsruhe. One year later he participated as a scholarship holder in the
    Exchange Program Baden-Württemberg – Catalonia, initiated by the Goethe Institute Barcelona, the Kunststiftung BW, the Württembergischer Kunstverein and the Hangar Barcelona Art Center. In 2019, funded by the Ministry of Science, Research and the Arts of Baden-Württemberg, he received a scholarship for a six-month study residency at the Cité Internationale des Arts Paris.

    During his time at the experimental art space KABUFF at E-Werk, Anas will further develop his video performance Ali’s last dance. Scenes from Mohammed Ali’s last boxing match against Trevor Berbick (1981) will be taken up, arranged and brought together spatially and temporally in a new way as a multi-channel projection. In the end, the audience is in the ring with him.

    Anas lives and works in Freiburg im Breisgau since 2019. He currently receives the studio scholarship of the city of Freiburg.

     

  • WO SEID IHR | PFÖRTNERHAUS #34 | PERFORMANCE AG
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    Fotos © Wo seid ihr | Performance Ag, Foto_Jürgen Oschwald_Wolfgang Herbert

    Junge Kunst im Kabuff des E-Werks &
    im Pförtnerhaus #34
    Performance AG  | „wo seid ihr“

     

    Eröffnung: Samstag, 19. September, 19 – 22 Uhr
    Ausstellungsdauer: 19. – 30. September 2020
    Abschlussaktion: Mittwoch, 30. September, 18 Uhr

     

    Ein Kooperationsprojekt von:
    Kabuff/E-Werk Freiburg, http://www.gegenwartskunst-freiburg.de/kabuff/ 
    Pförtnerhaus, Fabrikstrasse 15, 79102 Freiburg, http://www.facebook.com/pfoertnerhaus.kunst.freiburg

    Die Ausstellung „wo seid Ihr“ wurde gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

    Die Performance AG bewegt sich im Inneren des Pförtnerhaus Freiburg. „Wo seid ihr“ ist der Austellungstitel und zugleich die Leitfrage. Der Off Space wird ausgelotet, Beziehungen zueinander werden geprüft und unter zu Hilfenahme von einfachen Materialien wird die Distanz der handelnden Personen, der eigene Schutzraum und die persönlichen Befindlichkeiten getestet. Ankommen, manchmal Bleiben, Gehen und Innehalten sind Themen der künstlerischen Gruppenarbeit vor Ort.

    Nach der Eröffnungsperformance waren die Relikte der Handlungen im Ausstellungszeitraum sichtbar . Es fanden spontane Aktionen statt. Diese wurden über die sozialen Medien von Pförtnerhaus und E-Werk Freiburg mitgeteilt.

    Bei der Ausstellung „Wo seid Ihr“ haben die Künstler*Innen im Pförtnerhaus agiert. Die Besucher konnten die Performance von Außen durch die große Fensterscheibe betrachten. Insgesamt sind drei unterschiedliche Performances entstanden, die Choreographien dazu sind alle in freier Improvisation während der Aufführungen entstanden.

    ***Die Vorstellungen waren nach den Regeln der Coronaverordnung des Landes BW organisiert. Alle Besucher haben sich an die Corona Vorgaben bezüglich Abstand und Hygiene gehalten.***

    Jüregn Oschwald, Wolfgang Herbert

    PFÖRTNERHAUS 
    Off Space Raum Freiburg
    Florian Thate
    Jürgen Oschwald
    Stefan-Meier-Strasse 90, 79104 Freiburg
    email:  pfoertnerhausfreiburg@gmail.com
    Telefon: 0179 50 13 974 (Jürgen Oschwald)

    KABUFF im E-Werk, Eschholzstr.77
    Heidi Brunschweiler
    Wolfgang Herbert
    email: herbert@ewerk-freiburg.de
    Telefon: 0171 1949180 (Wolfgang Herbert)
    Weitere Infos unter: ewerk-freiburg.de

    PFÖRTNERHAUS Veranstaltungsort
    Fabrikstrasse 15
    79102 Freiburg

     

    //EN

     

    Young art in the booth of the E-Werk &
    in the gatehouse #34 Performance AG | „where are you“.

    Opening: Saturday, September 19, 7 – 10 p.m.
    Exhibition duration: September 19 – 30, 2020
    Closing event: Wednesday, September 30, 6 p.m.

    A cooperation project of:
    Kabuff/E-Werk Freiburg, http://www.gegenwartskunst-freiburg.de/kabuff/
    Gatehouse, Fabrikstrasse 15, 79102 Freiburg, http://www.facebook.com/pfoertnerhaus.kunst.freiburg

    The exhibition „wo seid Ihr“ (where are you) was funded by the impulse program „Kunst trotz Abstand“ (art despite distance) of the Ministry of Science, Research and Art Baden-Württemberg.

    The Performance AG moves inside the Pförtnerhaus Freiburg. „Where are you“ is the exhibition title and at the same time the leading question. The off space is explored, relationships to each other are tested and with the help of simple materials the distance of the acting persons, the own shelter and the personal sensitivities are tested. Arriving, sometimes staying, walking and pausing are themes of the artistic group work on site.

    After the opening performance, the relics of the actions were visible in the exhibition period . Spontaneous actions took place. These were communicated via the social media of the gatehouse and E-Werk Freiburg.

    At the exhibition „Where are you“ the artists* acted in the gatehouse. The visitors could watch the performance from outside through the big window pane. In total, three different performances were created, the choreographies for which were all created in free improvisation during the performances.

     

     



     

    Fotos © Wo seid ihr | Performance Ag, Foto_Jürgen Oschwald_Wolfgang Herbert

  • Felix Baumann: "How Things Go" - Eine Bewegungstheaterrecherche
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    Felix Baumann, 1991 in Seelbach, Baden-Württemberg (DE) geboren, forschte und arbeitete in den letzten 4 Jahren als Tanz- und Theaterschaffender in Kollaboration mit verschiedenen internationalen Kompanien und Organisationen. Mitunter an der Accademia Teatro Dimitri (CH); im tschechischen Kulturzentrum Plum Yard (CZ), in Zusammenarbeit mit der freien Tanz- & Theatergruppe Divadlo Continuo (CZ), dem Studio Alta (CZ), dem Katapult Berlin (DE), der Academy of Fools in Paris (FR) und dem Diyar Dance Theatre in Bethlehem (PSE). Der Schwerpunkt seiner Forschungen konzentrierte sich dabei auf die Entwicklung einer spezifischen Bewegungs- und Theatersprache, welche die verschiedenen Disziplinen wie Physical Theatre, Tanz und visuelles Theater mit Bühnenbildkomposition und Clownerie verbindet. Bereits während seines Studiums des Physischen Theaters an der Accademia Teatro Dimitri (CH) war seine Recherche konsequent auf einen interdisziplinären Ansatz ausgerichtet, mit dem Ziel einen eigenen tragikomischen Bewegungsstil zu definieren , und dem Versuch, die Absurditäten des menschlichen Lebens, mit den Mitteln des Körpers, von innen nach außen zu schleudern. Nach mehreren Kreationen in Zusammenarbeit mit einem Team internationaler Künstler, widmet sich seine neueste Recherche, der Erarbeitung eines Solo-Stückes (2020/21). Dieses stellt sowohl die Fortsetzung, als auch die Vertiefung seiner bisherigen kreativen Praxis im Rahmen der von ihm entwickelten Projekte – “ THE WARdrobe (2018/19), “ How Things Go “ (2019/20) und “ Marhaban “ (2019/20) – dar.

    Im Rahmen seiner Kabuff Residenz arbeitet Felix Baumann an der Weiterentwicklung seiner letzten Performance „How Things Go“, welche Physical Theatre, Tanz und visuelles Theater verbindet. In Zentrum der Arbeit steht eine bewegungsbasierte Untersuchung von spezifischen Objekten und (Holz-)Materialien, ihrer Physikalität und Funktion, ihrer Eigendynamik und ihres Einflusses auf den menschlichen Körper in Bewegung, und der Bilderwelt die sie gemeinsam erschaffen. Der hölzerne Raum des KABUFFS wird dabei als Bühnenbild ausprobiert und inszeniert, in welchem die Figur und die Objekte des Stückes sich bewegen.

    Wir treffen auf eine tragikomische Figur, die versucht etwas aufzubauen, das für ihr Leben bemerkenswert ist. Unterwegs verursacht ihre Begegnung mit den Objekten und Dingen eine Kette von Reaktionen, in der das Scheitern vorprogrammiert ist. Aber ohne aufzugeben und dank ihres Sinn für Humors, rollt die Figur weiter, stur wie ein Stein, der ins Wasser fällt.

     

    Homepage des Künstlers ⎮  www.baumannfelix.com

     

    //EN

     

    Felix Baumann, born 1991 in Seelbach, Baden-Württemberg (DE), has been researching and working as a dance and theater maker in collaboration with various international companies and organizations for the last 4 years. Among others at the Accademia Teatro Dimitri (CH); at the Czech cultural center Plum Yard (CZ), in collaboration with the free dance & theater group Divadlo Continuo (CZ), Studio Alta (CZ), Katapult Berlin (DE), Academy of Fools in Paris (FR) and Diyar Dance Theatre in Bethlehem (PSE). The focus of his research was concentrated on the development of a specific language of movement and theater, which combines the different disciplines such as physical theater, dance and visual theater with set composition and clowning. Already during his studies of Physical Theatre at the Accademia Teatro Dimitri (CH), his research was consistently oriented towards an interdisciplinary approach, with the aim of defining his own tragicomic style of movement , and the attempt to hurl the absurdities of human life, with the means of the body, from the inside out. After several creations in collaboration with a team of international artists, his latest research is dedicated to the elaboration of a solo piece (2020/21). This represents both the continuation and the deepening of his previous creative practice within the framework of the projects he has developed – “ THE WARdrobe (2018/19), “ How Things Go “ (2019/20) and “ Marhaban “ (2019/20).

    As part of his Kabuff residency, Felix Baumann is working on the further development of his latest performance „How Things Go“, which combines physical theater, dance and visual theater. The work centers on a movement-based investigation of specific objects and (wooden) materials, their physicality and function, their momentum and influence on the human body in motion, and the imagery they create together. The wooden space of the KABUFFS is tried out and staged as a stage set in which the character and the objects of the piece move.

    We meet a tragicomic character who tries to build something remarkable for her life. On the way, her encounter with the objects and things causes a chain of reactions in which failure is inevitable. But without giving up and thanks to her sense of humor, the character rolls on, stubborn as a stone that falls into the water.

     

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

  • Sylvain Gelewski: Acrobatic Painting
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    Die Installation begann zunächst im März 2020, wurde dann aus den uns bekannten katastrophalen Gründen unterbrochen und konnte im Juli wiederaufgenommen werden.

    Hier wurde eine formale Recherche über die Beobachtung von Akrobaten, Turnern und Athleten in eine Reihe von Gemälden und Zeichnungen, auf Leinwand und auf Papier übertragen. Sie ist inspiriert von einer musikalischen Hörzeit, die die gesamte Zeit des Lockdown dauerte, wobei mehrere Alben, auf deren Covers auch solche menschlichen Figuren in absurden Positionen abgebildet sind, als Modelle für visuelle Studien ausgewählt wurden.

    Ein Text, der zwischen automatischem Schreiben, referenziertem Lesen und skurriler Interpretation jongliert, der ebenfalls im März begonnen und bis zum Ende des Aufenthaltes fortgeführt wurde, wurde in auditiver und lebendiger Form im Raum präsentiert.

    Schließlich handelt es sich um eine konkrete und physische Recherche, die in und um dem Residenz Atelier herum interveniert, vor allem wegen der zahlreichen Hin- und Rückreisen, die der Künstler zwischen seiner Arbeitsstadt Freiburg und seiner Wohnstadt Genf in der Schweiz unternimmt. Aber auch wegen einer Sammlung von Objekten und Artefakten, die im Kabuff gefunden und/oder zusammengetragen wurden, über Monate hinweg durchgeführt und hier in einer von allen Zwängen freien Form restauriert wird, im Bild der Zeit, die die (Kultur-)Welt derzeit erlebt.

    Oder wie ein zufällig auf einer großen Videoplattform gefundener Kommentar sagen würde: „Es erinnert mich an einen unschuldigen und glücklichen Dorftrottel, der an einem schönen Sommertag in der Sonne spazieren geht, auf Pfirsichbäume klettert und zum Fluss geht, um dort zu schwimmen und zu fischen. »

    Homepage des Künstlers: www.sylvaingelewski.com

     

    //EN

     

    The installation initially began in March 2020, then was interrupted for the catastrophic reasons we know, and was able to resume in July.

    Here, a formal research on the observation of acrobats, gymnasts and athletes was translated into a series of paintings and drawings, on canvas and on paper. It is inspired by a musical listening period that lasted the entire lockdown, selecting several albums whose covers also feature such human figures in absurd positions as models for visual studies.

    A text juggling between automatic writing, referenced reading, and whimsical interpretation, also begun in March and continued through the end of the residency, was presented in auditory and live form in the space.

    Finally, it is a concrete and physical research that intervenes in and around the residency studio, mainly because of the numerous trips back and forth that the artist makes between his work city of Fribourg and his home city of Geneva, Switzerland. But also because of a collection of objects and artifacts found and/or gathered in the Kabuff, carried out over months and restored here in a form free of all constraints, in the image of the time that the (cultural) world is currently experiencing.

    Or as a random comment found on a major video platform would say, „It reminds me of an innocent and happy village idiot walking in the sun on a beautiful summer day, climbing peach trees and going to the river to swim and fish. “

     

     

  • Elena Artemenko
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    Die Moskauer Künstlerin Elena Artemenko hatte einen Aufenthalt im KABUFF in Freiburg anlässlich der Russischen Kulturtage 2019. Gezeigt wurde eine Auswahl ihrer bestehenden Videoarbeiten, eine in Freiburg neu entstandene Videoarbeit sowie Werke aus Marmor.

    Elena Artemenko ist 1988 in Krasnodar, Russland geboren. Sie absolvierte die Rodchenko Moscow School of Photography and Multimedia, Video and Media Art Abteilung (2013). Ihre Videoarbeiten wurden international prämiert. Unter anderem erhielt sie the Grand Prix of Transmission Video Art Festival, Karlsruhe – Warsaw – Kassel und The Best Russian Video, International Video Art Festival „Now&After“, Moscow 2016.

     

    //EN

    Moscow artist Elena Artemenko had a residency at KABUFF in Freiburg on the occasion of the Russian Culture Days 2019, showing a selection of her existing video works, a video work newly created in Freiburg, and works made of marble.

    Elena Artemenko was born in 1988 in Krasnodar, Russia. She graduated from Rodchenko Moscow School of Photography and Multimedia, Video and Media Art Department (2013). Her video works have won international awards. Among others she received the Grand Prix of Transmission Video Art Festival, Karlsruhe – Warsaw – Kassel and The Best Russian Video, International Video Art Festival „Now&After“, Moscow 2016.

     

    Foto: Marc Doradzillo

    Foto: Marc Doradzillo

    Foto: Marc Doradzillo

    Foto: Marc Doradzillo

    Foto: Marc Doradzillo

    Foto: Marc Doradzillo

    Foto: Marc Doradzillo

    Foto: Marc Doradzillo

  • Taissa Frome: Critters
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    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

  • Selma Kahoul: SpaceTime
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    Während ihrem Aufenthalt im Kabuff möchte Selma Kahoul das Verhältnis von künstlerischem Prozess, Kunstwerk und Künstler befragen. Angestrebt ist eine Rauminstallation, bei der eine Videoperformance und im Kabuff angefertigte Objekte in Beziehung zueinander treten.
    Im Kabuff werden zwei Videokameras installiert, die ihre Tätigkeiten während der gesamten Arbeitszeit in verschiedenen Einstellungsgrößen filmen. Durch zusätzlich angebrachte Aufnahmegeräte werden alle Geräusche, die beim Arbeiten entstehen ebenso aufgezeichnet.
    In der Nachbearbeitung wird das vorhandene Videomaterial als Timelapse konzipiert und dem Rezipient dadurch ermöglicht, den Werdegang und Entstehungsprozess der einzelnen Objekte nachzuvollziehen.
    Es entsteht eine Collage an Bild-und Lauteindrücken, die in Form der geschaffenen Objekte für den Rezipienten auch haptisch erfahrbar sein wird.

     

    //EN

    During her residency at the Kabuff, Selma Kahoul wants to question the relationship between artistic process, artwork, and artist. The aim is to create a spatial installation in which a video performance and objects made in the kabuff are related to each other.
    Two video cameras will be installed in the Kabuff, filming their activities throughout the working hours in various shot sizes. By means of additionally installed recording devices, all sounds that occur during the work will also be recorded.
    In the post-processing, the existing video material is conceived as a timelapse, thus enabling the recipient to follow the development and creation process of the individual objects.
    The result is a collage of images and sounds that the recipient can also experience haptically in the form of the created objects.

     

  • Helen Weber: EXPEDITIONEN
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    AUSFLÜGE IN DIE PRAXIS
    MIT:

    Heidi Brunnschweiler
    Vincent Mayr
    Raoul Muck
    Utz Biesemann
    Jasmin Schädler

     

     

     

     

     

     

    RÜCKBLICKEHelen Weber: Expeditionen, KABUFF 2019

    By curating and setting all pictures and videos taken to atmospheric music, the algorhythm of the iPhone application „memories“ (german „Rückblicke“) looks back on a stay in Freiburg with Heidi Brunnschweiler, Vincent Mayr, Raoul Muck and Jasmin Schädler.


     

    LECTURE PERFORMANCE FOR HEIDI BRUNNSCHWEILER (DOKU) | Helen Weber: Expeditionen, KABUFF 2019

    The visitors of the presentation of „Expeditionen“ join a one hour walk from E-Werk through the inner city to a forest up the hill. Fragments of a research that revolves around the Blackforest, Freiburg, Rothaus, Jägermeister, Björn Höcke, Ernst Jünger, Martin Heidegger, Paul Celan and Douglas Pines are read out and accompanied by constant high pitch whistling.

     

  • Hannah Kindler und Oliwia Hälterlein: Kontexturen
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    Foto: Hannah Kindler

     

    Hannah Kindler und Oliwia Hälterlein führten in den drei Monaten ihrer Residenz ihre sehr unterschiedlichen Arbeitsweisen zusammen und entwickelten ihr interdisziplinäres und partizipatives Projekt KONTEXTUREN im Raum zwischen Performance, Installation, Kleidkunst und Text. Mithilfe ihrer Arbeit und dem Input von Besucher*innen ist ein Projekt entstanden, dass zugewiesene (Geschlechter-)Stereotypen und Rollen in der Gesellschaft beleuchtet und kritisch hinterfragt.

    Hannah Kindler hat aus gefundenen Materialien tragbare Kleidobjekte kreiert, die sich zu verschiedenen Charakteren verdichteten. Dazu hat Oliwia Hälterlein ein buntes Potpourri aus Textfragmenten und Sätzen zusammen gestellt: aus bekannten Werken, von einflussreichen Autor*innen, aus Manifesten aber auch Glaubenssätze und Alltagsfloskeln. Texte von Frauen und über Frauen stehen dabei im Vordergrund.

    In einer Zwischenpräsentation bekamen Besucher*innen den work-in-progress Zustand zu sehen. Dort hingen Stoffe, Kleidobjekte, Texte und Bücher im Raum. Die Besucher*innen konnten ausgedruckte Textpassagen auswählen und verschiedenen Kostümen und Stoffen zuordnen. Auch waren Interessierte dazu eingeladen, sich anzumelden für partizipatives Schaffen. In den folgenden Wochen setzten sich die Teilnehmenden mit den Kleidobjekten und Texten auseinander. Es entstand ein experimenteller Raum für verschiedene Aspekte ihrer Persönlichkeit und ihres Selbstverständnisses. Durch deren Interpretation ist ein neuer Kontext entstanden. Dies wurde durch Film- und Audioaufnahmen festgehalten und es entstand ein ca. 25 minütiger Film.

    Durch das partizipative Schaffen haben sich diverse Ideen, Vorstellungen, Texte und Materialien der Teilnehmer*innen manifestiert, ohne Vorlage und Skript. Auf diese Weise haben sich Dynamiken ergeben, die über die individuelle Schaffensarten der Künstler*innen hinausgehen. KONTEXTUREN ist eine Diskurs-Collage, die Verwirrung stiftet indem Sie Text, Kreatur, Kontext und Textil zum Hinterfragen freigibt.

     

    //EN

    Hannah Kindler and Oliwia Hälterlein brought together their very different ways of working during the three months of their residency and developed their interdisciplinary and participatory project CONTEXTURES in the space between performance, installation, dress art and text. With the help of their work and the input of visitors, a project has emerged that illuminates and critically questions assigned (gender) stereotypes and roles in society.

    Hannah Kindler created wearable dress objects from found materials, which condensed into different characters. In addition, Oliwia Hälterlein has put together a colorful potpourri of text fragments and sentences: from well-known works, from influential authors, from manifestos, but also beliefs and everyday phrases. Texts by women and about women are in the foreground.

    In an interim presentation, visitors were able to see the work-in-progress state. There, fabrics, dress objects, texts and books hung in the room. The visitors could select printed text passages and assign them to different costumes and fabrics. Interested people were also invited to sign up for participatory creation. In the following weeks, the participants engaged with the dress objects and texts. An experimental space for different aspects of their personality and self-image emerged. Through their interpretation, a new context emerged. This was captured through film and audio recordings and an approximately 25 minute film was created.

    Through participatory creation, diverse ideas, conceptions, texts and materials of the participants* manifested themselves, without a template or script. In this way, dynamics have emerged that go beyond the artists‘ individual ways of creating. KONTEXTUREN is a discourse collage that creates confusion by releasing text, creature, context and textile for questioning.

     

    Foto: Hannah Kindler

    Foto: Sijin Jung

    Foto: Sijin Jung

    Foto: Hannah Kindler

    Foto: Hannah Kindler

    Foto: Laurie Mlodzik

    Foto: Laurie Mlodzik

    Foto: Laurie Mlodzik

  • Simone Körner: Liminal Metabolisms
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    LIMINAL METABOLISMS beschreibt eine Schwellenpraxis, ein ,,betwixt and between“. Eine fluide, dysfunktionale und polymorphe Beziehung zwischen Körpern, hybriden Entitäten und Räumen. Eine Fabrikation von Paradoxa.Sie ist ein mutierendes/ metastasierendes/ metamorphotisches Gewebe.

    In LIMINAL METABOLISMS formen wir ein Kollektiv, dass transgressiv das Verhältnis von Körper, Raum und Geschlecht untersuchen will. Was ist Körper und was kann Körper sein? Wie interagieren Raum und Körper?Unter welchen Bedingungen entstanden unsere Begriffe von Körper/ Raum/ Geschlecht? Welche vermittelnde Bedeutung haben sie für den Menschen?

    Unsere Untersuchungen wollen weder eine geschlossenen Einheit, noch eine erschöpfende Behandlung des Themas sein. Wir bewegen uns in einer Topographie der Gegenwart, die wir fluid werden lassen, in die wir eindringen, in der wir uns bewegen wollen. Wie ist es möglich in einer Realität zu handeln, die nicht Zustimmbar ist? Was entsteht dort, wo das Handeln sich der Zustimmung zur Realität verweigert?

    Eine Praxis zwischen _installation_video_mode_performance_bewegung_sound_ar_sprache_
    Simone Körner, Bastian Orthmann, Hannah Froese, Lara Dade

     

    //EN

    LIMINAL METABOLISMS describes a threshold practice, a „betwixt and between“. A fluid, dysfunctional and polymorphic relationship between bodies, hybrid entities and spaces. A fabrication of paradoxes.It is a mutating/ metastasizing/ metamorphic tissue.

    In LIMINAL METABOLISMS we form a collective that seeks to transgressively investigate the relationship between body, space and gender. What is body and what can be body? How do space and body interact? Under which conditions did our concepts of body/space/gender emerge? What mediating meaning do they have for human beings?

    Our investigations do not intend to be a closed unit, nor an exhaustive treatment of the subject. We move in a topography of the present that we want to become fluid, to penetrate, to move in. How is it possible to act in a reality that is not assentable? What emerges where action refuses to consent to reality?

    A practice between _installation_video_mode_performance_movement_sound_ar_language_
    Simone Körner, Bastian Orthmann, Hannah Froese, Lara Dade

     

  • Mirjam Walter: Hallo
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    Mirjam Walter verwandelte den architektonischen Bogen des KABUFFS zum Ort des Machens und Ausstellens mit ihrem darin gefertigten Bild.

    Inspiriert war das ganze von der Vorstellung eines überdimensionierten Heiligenbildes. Die Ikone als Kultbild verkörpert bestimmte Werte, Vorstellungen, Ideale. Dort wo es Ideale gibt, gibt es auch Scham. Diese entsteht durch die Diskrepanz zwischen wie man sein möchte und wie man ist. Jedoch ist Scham genauso wie die Arbeit als Künstlerin oft auch abhängig von Öffentlichkeit.

    Auf die unsymmetrische Begegnungssituation zwischen Künstlerin und
    BetrachterInnen beziehungsweise dem zwischengeschalteten Werk spielt auch der Ausstellungstitel Hallo an.

    Mirjam Walter arbeitete während ihrer zweimonatigen Residenz im Kabuff Freiburg an einem Gemälde, mit welchem sie Scham selbst zum Ideal macht, indem sie sich an einer Ikone dafür versucht.

     

    //EN

     

    Mirjam Walter transformed the architectural arch of the KABUFFS into a place of making and exhibiting with her image made in it.

    The whole thing was inspired by the idea of an oversized image of a saint. The icon as a cult image embodies certain values, ideas, ideals. Where there are ideals, there is also shame. This arises from the discrepancy between how one would like to be and how one is. However, just like the work as an artist, shame is often also dependent on publicity.

    The asymmetrical encounter situation between artist and viewer or the
    The exhibition title Hello also alludes to the asymmetrical encounter situation between the artist and the viewer or the interposed work.

    During her two-month residency at Kabuff Freiburg, Mirjam Walter worked on a painting in which she makes shame itself an ideal by attempting to create an icon for it.

    Foto: Bernhard Strauss

     

    Foto: Bernhard Strauss

  • Jugend Kunst Parkour: Nach Hause wenn es am schönsten ist
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    Anna Borghammer, Lisa Stürner und Leon Jelinek haben zusammen mit dem Freiburger Künstler Jürgen Oschwald im KABUFF in der Bildhauerhalle des E-WERK Freiburg über 2 Wochen gearbeitet.
    Entstanden ist dort eine leicht klaustrophobisch wirkende, spielerisch gesetzte und in verschiedene Zimmer unterteilte Gesamtinstallation. Schon die Entscheidung über das Eintreten stellte die BesucherInnen vor ein kleines Rätsel. Ein kleiner Tunnel führte in das Innere des Kunstwerks, aber auch nur wenn dieser Zugang geöffnet war. Hat man diese Barriere überwunden, dann eröffneten sich den BetrachterInnen verschieden, sehr provisorisch eingerichtete Bereiche. Eine Art Duschkabine ohne Wasseranschluss, eine offene in der Höhe verschiebbare Tür, einer Guillotine gleich, die den Zugang auf eine nächste Ebene zugelassen hat. Ein kleines Kabinett mit einer Ansammlung an knochenartigen Fundstücken und anatomischen Studien schloß sich an. Man begab sich, und dabei alles in unterschiedliches Licht getaucht, auf Abenteuerreise in eine kleine, neue Welt. Die 3 jungen KünstlerInnen haben in Ihrer Installation ein poetisch anmutendes Werk geschaffen, das nur für die Dauer der Ausstellung Bestand hatte. Danach löste sich alles wieder auf und dann vielleicht wie der Titel schon sagt: „Nach Hause … wenn es am schönsten ist.“

     

    //EN

    Anna Borghammer, Lisa Stürner and Leon Jelinek have worked together with the Freiburg artist Jürgen Oschwald in the KABUFF in the sculpture hall of the E-WERK Freiburg over 2 weeks.
    The result is a slightly claustrophobic, playfully set overall installation divided into different rooms. Already the decision on how to enter presented the visitors with a small puzzle. A small tunnel led into the interior of the artwork, but only when this entrance was open. Once this barrier was overcome, various very provisionally furnished areas opened up to the viewers. A kind of shower cubicle without water connection, an open door that could be moved in height, like a guillotine, which allowed access to a next level. A small cabinet with an accumulation of bone-like findings and anatomical studies adjoined. One went, and thereby everything in different light dipped, on adventure journey into a small, new world. In their installation, the 3 young artists created a poetic-looking work that lasted only for the duration of the exhibition. After that, everything dissolved again and then perhaps as the title says: „Back Home … When it is most beautiful.“

     

    „Nach Hause wenn es am schönsten ist“, 2018, Installation,
    Anna Borghammer, Lisa Stürner, Leon Jelinek in Zusammenarbeit mit Jügen Oschwald, 550 x 450 x 650 cm, verschieden Materialien, Fundstücke vor Ort

  • Jonas Rehren: Das ist John 1.6. - 1.7.
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    Während seinem Aufenthalt im Kabuff drehte Jonas Rehren den Kurzfilm Das ist John in seinen eigenen Worten:

    Kunst, das ist schwer. Den meisten Tag sitzt man rum, trinkt Kaffee und prokrastiniert. Oder man stellt sich Fragen: Sollte ich heute malen oder eher schreiben? Tauge ich überhaupt was zum Maler? Wie viele Kaffees habe ich heute schon getrunken? Muss man leiden, um etwas kreieren zu können und wenn ja, dann wie viel? Hat Picasso auch so viel nachgedacht? Tue ich was ich tue, weil ich glaube es ist richtig, oder tue ich was ich tue, weil ich faul bin? Warum tue ich was ich tue? Was tue ich? Wer bin ich? Und wer ist John?

     

    //EN

    During his stay at the Kabuff, Jonas Rehren shot the short film This is John in his own words:

    Art, it’s hard. Most days you sit around drinking coffee and procrastinating. Or you ask yourself questions: Should I paint today or rather write? Am I any good as a painter? How many coffees have I had today? Do I have to suffer in order to create something, and if so, how much? Did Picasso also think so much? Do I do what I do because I think it’s right, or do I do what I do because I’m lazy? Why do I do what I do? What am I doing? Who am I? And who is John?

    Jonas Rehren wurde 1995 in Freiburg im Breisgau geboren. Er verfolgte früh eine künstlerische Laufbahn, erst an der Gutenbergschule für Gestaltung in Frankfurt, mit anschließendem Studium an der HKDM in Freiburg und studiert seit Oktober 2016 an der AdBK Karlsruhe, wo er in enger Zusammenarbeit mit der HfG Karlsruhe Film und Video als eines seiner Hauptmedien gewählt hat. In seiner momentanen Arbeit, beschäftigt er sich mit dem Prozess der Ideenfindung bzw. -entwicklung und welche Probleme damit zusammenhängen können.

     

    Jonas Rehren was born in Freiburg im Breisgau in 1995. He pursued an artistic career early on, first at the Gutenbergschule für Gestaltung in Frankfurt, with subsequent studies at the HKDM in Freiburg, and has been studying at the AdBK Karlsruhe since October 2016, where he has chosen film and video as one of his main media in close collaboration with the HfG Karlsruhe. In his current work, he deals with the process of idea generation or development and what problems can be related to it.

  • Lea Torcelli: As You Know The Electric Light Is Filled With Emotion
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    Das Projekt AS YOU KNOW THE ELECTRIC LIGHT IS FILLED WITH EMOTION bestand aus drei Phasen [○][◉][•]; einem Talk und zwei Performances.

    Im Zentrum der Untersuchung standen digitale Häutungsprozesse: Identitätsbildungen und algorithmische Annäherungsversuche, Oberflächenspannung und Touchscreens. Die Re­fle­xion fand auf mehreren Ebenen statt. Eine Aus­einandersetzung mit der Kultur des Digitalen.

    Die Pluralität der Zahl 1 [Körper].

    Wasserhaut [Berührung].

    Oberfläche [Touchscreen].

    Selbstprozess [Algorithmus].

    Subjekt-Substanz [Flüssig].

    Synchronisierung [Verinnerlichung].

    „Ich weiß sehr gut, dass die Dinge einander durchdringen.“ (J. Cage)

    Die entstandenen Phasen lassen sich wie folgt gliedern:

    [○] Ritual und Algorithmus (Talk)

    [◉] Grenzöffnung_Screen (Performance)

    [•] Oberflächenspannung (Performance / Installation).

    Die erste Phase [○] bedeutete eine erste Konzentration des Themenbereichs durch einen Vortrag zum Thema „Ritual und Algorithmus“ und eröffnete die Untersuchung im Stadium von ersten Eindrücken, Recherchen und Grundfragen zur Bildung von digitalen Häuten und Berührungen zwischen Mensch-Maschine-Mensch.

     

    //EN

    The project AS YOU KNOW THE ELECTRIC LIGHT IS FILLED WITH EMOTION consisted of three phases [○][◉][-]; a talk and two performances.

    The investigation focused on digital skinning processes: Identity Formations and Algorithmic Approaches, Surface Tension and Touchscreens. Reflection took place on several levels. An examination of the culture of the digital.

    The plurality of the number 1 [body].

    Water skin [touch].

    Surface [touchscreen].

    Self-process [algorithm].

    Subject-substance [liquid].

    Synchronization [internalization].

    „I know very well that things interpenetrate.“ (J. Cage)

    The phases that emerged can be organized as follows:

    [○] Ritual and Algorithm (Talk).

    [◉] Boundary Opening_Screen (Performance)

    [-] surface tension (performance / installation).

    The first phase [○] meant an initial concentration of the subject area through a talk on „Ritual and Algorithm“ and opened the investigation at the stage of first impressions, research and basic questions about the formation of digital skins and touches between man-machine-human.

    Die zweite Phase [◉] bildete die Grundstruktur für die weitere Arbeit im KABUFF. Der halb-offene Arbeitsbereich in der Bildhauerhalle wurde durch eine dritte und vierte Wand geschlossen. Der Raum wurde mit silbernem Isolationsmaterial ausgekleidet, wodurch ein geschlossener Reflexionsraum, welcher nach oben geöffnet war, entstand. Ein Reflexionsanzug wurde angefertigt, welcher an die Arbeitsumstände bezüglich der niedrigen Temperatur in der Bildhauerhalle angepasst war. Der Raum wurde zur Performance „Grenzöffnung_Screen“ für einzelne BesucherInnen zugänglich gemacht, welche sich über einen selbstgewählten Zeitraum hin über die Thematik der digitalen Häute in einem Einzelgespräch austauschen konnten. Hierzu wurden Notizen angefertigt, welche daraufhin im Raum angeordnet wurden und bis zuletzt dort die Grundlage für die folgende Auseinandersetzung bildeten.

     

    The second phase [◉] formed the basic structure for further work in the KABUFF. The semi-open working area in the sculpture hall was closed by a third and fourth wall. The space was lined with silver insulation material, creating a closed reflection space, which was open at the top. A reflection suit was made, which was adapted to the working conditions regarding the low temperature in the sculpture hall. The room was made accessible to individual visitors for the performance „Grenzöffnung_Screen“, who were able to discuss the topic of digital skins in a one-on-one conversation over a self-selected period of time. For this purpose, notes were made, which were then arranged in the room and formed the basis for the following discussion until the end.

    Die letzte Phase [•] erschloss das Thema der digitalen Haut in einer finalen Präsentation eines performativen Screenings. Die vierte Wand des Reflexionsraums wurde zu einem Membran-ähnlichen Schleier, der zu Beginn eine abschirmende Wirkung erzielte und mit Projektionen bespielt wurde, im weiteren Verlauf aber geöffnet und durchbrochen wurde. Musikalische Improvisationen und rituelle Abläufe in Interaktion mit dem Publikum und verschiedenen Materialien, unter anderem mit den im KABUFF entwickelten Coldspots – Eiskugeln, Konzentrationen und Konservationen zur Einleitung des Socialcoolings – und einem Selfie-Speer, bildeten die elementare Struktur der Arbeit. Die entstandene Installation hinter dem Screen war im Anschluss an die Performance „Oberflächenspannung“ für das Publikum zugänglich.

     

    The last phase [-] opened up the theme of the digital skin in a final presentation of a performative screening. The fourth wall of the reflection room became a membrane-like veil, which at the beginning had a shielding effect and was played with projections, but in the further course was opened and broken through. Musical improvisations and ritual sequences in interaction with the audience and various materials, including coldspots developed at KABUFF – ice balls, concentrations and conservations to initiate socialcooling – and a selfie spear, formed the elementary structure of the work. The resulting installation behind the screen was accessible to the audience following the performance „Surface Tension“.

     

  • Amelie Kemmerzehl: Kooperation mit dem Pförtnerhaus
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    Die Residenz in Freiburg fand nach einem halbjährigen Aufenthalt in Kalifornien, und einem lang ersehnter Zwischenstop in Amelie Kemmerzehls ursprünglicher Heimat statt. Nach ihren jüngsten Ausflügen in den Design- und Architekturbereich war sie selbst gespannt, was in den vier Wochen ihrer Künstlerresidenz in Freiburg entstehen würde. Sie hat sich zum Ziel gesetzt ihrer kreativen Schaffensfreude freien Raum zu lassen und hat als Abschluss im Projektraum Pförtnerhaus raumbezogene Arbeiten erstellt.

     

    //EN

    The residency in Freiburg took place after a six-month stay in California, and a long-awaited stopover in Amelie Kemmerzehl’s original home. After her recent forays into design and architecture, she herself was eager to see what would emerge during the four weeks of her artist residency in Freiburg. She set herself the goal of giving free rein to her creative zest and, as a conclusion, created space-related works in the project space Pförtnerhaus.

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    Amelie Kemmerzehl lebt und arbeitet als Kreativschaffende an Orten, die sie spannend findet und die ihre Kreativität ansprechen. Besonders gefallen hat es ihr im vor kurzem wiederbelebten Bahnhofsgebäude in Fürstenberg an der Havel. Nach der Organisation einer Eröffnungsausstellung in der ehemaligen Wartehalle des Bahnhofes 2016 ist sie für vier Monate selbst in die entstandenen Wohnräume des Bahnhofes eingezogen und hat dort unter anderem ihre ersten Möbel entworfen. Studiert hat sie Freie Kunst / Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin und 2015 mit Diplom abgeschlossen.

     

    Amelie Kemmerzehl lives and works as a creative artist in places that she finds exciting and that appeal to her creativity. She particularly enjoyed the recently revived train station building in Fürstenberg an der Havel. After organizing an opening exhibition in the station’s former waiting hall in 2016, she moved into the resulting living quarters of the station herself for four months and designed her first furniture there, among other things. She studied free art / sculpture at the Berlin Academy of Art and graduated with a diploma in 2015.

  • Miroslav Danev: Bilder Hauen
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    Als Maler in der Bildhauerhalle setzte Miroslav Danev sich mit dem dort herrschenden Kunstbetrieb auseinander. Die allgemein zunehmende Nachfrage nach eigens für ein Event produzierten Exponaten steigt stetig und wurde thematisiert. Eine Residency verlangt nicht nur das Arbeiten vor Ort, sondern auch den Umgang mit den Rahmen der Veranstaltung bzw. des Konzeptes. Die künstlerische Arbeit droht zur Ausführung eines Auftrags zu werden.
    Unter dem Titel ,,Bilder hauen” wurde auf spielerische Art und Weise der Schaffensprozess bzw. die Fertigstellung solcher Ausstellungsstücke visuell karikiert und neu interpretiert.

     

    //EN

    As a painter in the Sculpture Hall, Miroslav Danev dealt with the art business that prevails there. The generally increasing demand for exhibits produced especially for an event is constantly growing and was thematized. A residency requires not only working on site, but also dealing with the framework of the event or concept. The artistic work threatens to become the execution of a commission.
    Under the title ,,Bilder hauen“ the creative process or the completion of such exhibits was visually caricatured and reinterpreted in a playful way.

     

    Performance ‚Bilder hauen‘ vom 21.07.2017

     

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  • Gregor Peschko: Light_Stand_Shift 16.-18. Juni 2017
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    LIGHT_STAND_SHIFT (Still) Gregor Peschko 2017

    LIGHT_STAND_SHIFT war eine Intervention in der Bildhauerhalle des E-Werkes Freiburg. Im Kontext des Ateliers befragt die Arbeit die (Post-) Produktion von Ausstellungen. Bilder, Videos, Dokumentation, Kritik, Rezensionen, Werbung zirkulieren und erzeugen ein Nachbild, das eigene Sichtweisen und Bedeutungen impliziert.

    Dokumentationsbestandteile und Beobachtungen einer Ausstellung bildeten hier einen produktiven Impuls für eine neue Ausstellung. In einem fremden Zusammenhang montiert, wurden diese Fragmente umgedeutet, weiterentwickelt, verlagert. Im Geflecht der Ausstellung entstand so ein Spiel zwischen dem Verweis auf einen anderen Ort und dem Ort selbst.

     

    //EN

    LIGHT_STAND_SHIFT was an intervention in the sculpture hall of the E-Werk Freiburg. In the context of the studio, the work questions the (post-) production of exhibitions. Images, videos, documentation, criticism, reviews, advertising circulate and produce an after-image that implies its own views and meanings.

    Documentary components and observations of an exhibition formed here a productive impulse for a new exhibition. Assembled in a foreign context, these fragments were reinterpreted, further developed, relocated. In the weave of the exhibition, a play was created between the reference to another place and the place itself.

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    Gregor Peschko, 1990 in Bad Honnef geboren, lebt in Leipzig und studiert seit 2011 Materie und Grafik an der HGB. Er war im Juni zu gast im KABUFF und hat am Ende seines Aufenthalts die Arbeit LIGHT_STAND_SHIFT von dem 16. bis zum 18. Juni 2017 präsentiert.

     

    Gregor Peschko, born in 1990 in Bad Honnef, lives in Leipzig and has been studying matter and graphics at the HGB since 2011. He was a guest at KABUFF in June and presented the work LIGHT_STAND_SHIFT at the end of his stay from the 16th to the 18th of June 2017.

     

  • Kriz Olbricht: CLAIM 22. - 31. Mai 2017
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    CLAIM

    CLAIM ist der Titel für einen zehntägigen Zustand in der Bildhauerhalle im E-Werk Freiburg. In Form einer experimentellen Versuchsanordnung wird das Atelier als Produktionsstätte für Kunst untersucht. CLAIM ist dabei weder Atelier- noch Ausstellungssituation und bietet, als sich immer verändernder Raum, Möglichkeit zum Gespräch, zum Denken und zur Beobachtung. Wie funktioniert eine künstlerische Arbeit? Ist die traditionelle „Ausstellung“ auch nach der „Manifestation 1“ und dem „Brief gegen die Salons“ ein adäquates Format von Präsentation oder ist es der Ort der Entstehung? Findet ein Kunstwerk erst im Gespräch seine endgültige Form?

     

    //EN

    CLAIM is the title for a ten-day condition in the sculpture hall in the E-Werk Freiburg. In the form of an experimental test arrangement, the studio is examined as a production site for art. CLAIM is neither a studio nor an exhibition situation and, as an ever-changing space, offers opportunities for conversation, thought and observation. How does an artistic work function? Is the traditional „exhibition“ still an adequate format of presentation after „Manifestation 1“ and the „Letter against the Salons“ or is it the place of creation? Does a work of art only find its final form in conversation?

     

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    Kriz Olbricht, 1986 in Freiburg geboren, lebt in Köln. Seine Arbeiten mäandern zwischen Malerei und Bildhauerei. Ein Großteil seiner Arbeiten ist ortsbezogen und konstituiert sich sich oftmals erst durch den Ort seiner Präsentation. Dabei fragt er nach den Grundeigenschaften von Malerei, wobei sich die Arbeiten zumeist aus Alltagsmaterialien und oftmals kaum beachteten Nutz- und Baustoffen speisen.

     

    Kriz Olbricht, born in Freiburg in 1986, lives in Cologne. His works meander between painting and sculpture. A large part of his work is site-specific and often only constitutes itself through the place of its presentation. In doing so, he questions the basic properties of painting, whereby the works are mostly fed by everyday materials and often barely noticed utility and building materials.

     

  • Jennifer Bennett: 20. März - 23. April 2017
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    Jennifer Bennett war die erste Gastkünstlerin im Kabuff, über den März arbeitete sie einen Monat im Gastatelier des E-Werks an kleinen Skulpturen und setzte sich mit der Geschichte der Besetzung des Gebäudes auseinander.

    Was ist die Aufgabe der Kunst angesichts der aktuellen Weltlage? Diese Frage hat Alexander Kluge unlängst in einem Interview gestellt. Soll Kunst den Schrecken der Welt einen Spiegel vorhalten und ihre Ursachen aufzeigen? Oder soll sie Alternativen in den Blick nehmen und die Welt aktiv umgestalten? Jennifer Bennett verfolgt mit in ihrer konzeptuellen Kunstpraxis beide Strategien.

    In ihrem Künstlerbuch SAVE 2016 geht sie der Ideengeschichte des neoliberalen Spätkapitalismus nach. Gleichzeitig zeigt sie alternative Organisationsformen auf, die Dinge und Menschen jenseits einer monetären Wertzuschreibung verorten und neue Formen des gesellschaftlichen Lebens schaffen. Selbstorganisation ist für sie das zentrale Thema, das sie auch in ihren Arbeiten mit Tonerde untersucht.

    Sie präsentierte die hier entstandenen Arbeiten und diskutierte sie innerhalb ihrer Kunstpraxis.

    Homepage: http://jenben.jenniferbennett.net

     

    //EN

    Jennifer Bennett was the first guest artist at the Kabuff, over the month of March she worked in the guest studio of the E-Werk on small sculptures and dealt with the history of the occupation of the building.

    What is the task of art in view of the current world situation? Alexander Kluge recently posed this question in an interview. Should art hold up a mirror to the horrors of the world and point out their causes? Or should it look at alternatives and actively reshape the world? Jennifer Bennett pursues both strategies in her conceptual art practice.

    In her artist book SAVE 2016, she traces the history of ideas of neoliberal late capitalism. At the same time, she highlights alternative forms of organization that locate things and people beyond a monetary ascription of value and create new forms of social life. Self-organization is the central theme for her, which she also explores in her works with clay.

    She presented the works created here and discussed them within her art practice.

     

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    Jennifer Bennett, 1976 in Schaffhausen/Schweiz geboren, lebt seit 2006 vorwiegend in Deutschland, derzeit in Berlin. Sie verfolgt eine multidisziplinäre Praxis im Feld der bildenden Kunst, Performance, Musik und Text. In ihrer Kunst thematisiert sie Fragen der Balance, von Verbindungen und Grenzziehungen. Seit 2015 entsteht unter dem Titel “Steht auf allen Seiten” eine Reihe von Skulpturen aus selbsthergestelltem Ton, gesammelt in den Regionen, in denen sie sich aufhält. 2016 erschien im Textem Verlag Hamburg ihr Buch SAVE mit zahlreichen Interviews, Reisebeschreibungen und Recherchen zu den Themenkomplexen, Staatsangehörigkeit, Terrritorium und Selbstorganisation.

     

    Jennifer Bennett, born 1976 in Schaffhausen/Switzerland, lives since 2006 mainly in Germany, currently in Berlin. She pursues a multidisciplinary practice in the field of visual art, performance, music and text. In her art, she addresses questions of balance, connections, and boundaries. Since 2015, she has been creating a series of sculptures from homemade clay under the title „Steht auf allen Seiten“ (Stands on All Sides), collected in the regions where she resides. In 2016, Textem Verlag Hamburg published her book SAVE with numerous interviews, travelogues and research on the thematic complexes, citizenship, terrritory and self-organization.

     

  • Kick Off 10.-12. März 2017
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    Kick Off

    Timo Alt, Naomi Bosch, KIT, Laurie Mlodzik, Jürgen Oschwald, Jacob Ott, Nils Henry Weiligmann

    Das KABUFF, innerhalb der Bildhauerhalle des E-WERKs, ist ein neuer experimenteller Kunstraum für erweiterte künstlerische Produktions- und Präsentationsformen. Das sogenannte Gastatelier, in der ehemaligen Turbinenhalle, wurde zu einer neuen Arbeits- und Ausstellungsfläche umgebaut. Für die Einweihungsveranstaltung zeigen die Künstler des Organisationsteams eigene Arbeiten im neuen Raum.

     

    //EN

    The KABUFF, within the sculpture hall of the E-WERK, is a new experimental art space for extended artistic forms of production and presentation. The so-called guest studio, in the former turbine hall, was converted into a new working and exhibition space. For the inauguration event, the artists of the organizing team will show their own works in the new space.

     

    Foto: Jürgen Rösch

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    Foto: Jürgen Rösch

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