Archiv | Kabuff

 

  • Sophia Leitenmayer | August 2021 – September 2021
    +

    Sophia Leitenmayer ist eine Multimedia-Künstlerin, die in Hamburg lebt und arbeitet. In ihrer künstlerischen Praxis konzentriert sie sich auf die Entwicklung von interdisziplinären szenischen und performativen Arbeiten an der Schnittstelle von Klang und Musik, Filmkunst, Bewegung, Malerei und Raum.
    www.yamkamuna.com | @BAUM.PILZ

    Während ihrer Residenz im Kabuff erschuf Sophia Leitenmayer eine begehbare multimediale Installation. Die KINDERBRILLE, bestehend aus Videos, Sound, Malerei, lebendem und totem Holz befasste sich mit dem Stadtraum als Spielfeld für Transformation von Machtstrukturen durch kollektive Neubesetzung. Sophia Leitenmayer sammelte auf ihren Streifzügen durch Freiburg und Hamburg Szenen, Klangteppiche und Störfaktoren. Sie streunerte beobachtend mit Augen und Ohren und greifte manchmal in Situationen ein, verschiebte Dinge im öffentlichen Raum oder nahm diesen mit ihrer körperlichen Präsenz ein. Die KINDERBRILLE ist eine Kombination aus Sonnen- und Regenbrille, rosaroter Brille, Scheuklappen und dem Bewusstsein eines Menschen, der spielt.

    Bilder sind da, um gelebt zu werden und das Chaos ist da, um Gedanken zu verdichten.

    Wenn Mensch seine Ohren auf Grundrauschen einstellt, kommt ihm der Wald vor, als müsstest er jeden Tag lange arbeiten.

    „Du bist sehr sehr alt, wie du durch deine Kinderbrille schaust. Bilde mal ein kleines Loch mit deinen Fingerspitzen und betrachte dadurch die Welt oder puste ein Feuer an.“

     

    //

     

    (EN)

    Sophia Leitenmayer is a multimedia artist who lives and works in Hamburg. In her artistic practice, she focuses on the development of interdisciplinary scenic and performative works at the interface of sound and music, film art, movement, painting and space.

    www.yamkamuna.com | @BAUM.PILZ

    During her residency at KABUFF, Sophia Leitenmayer created a multimedia installation. The KINDERBRILLE, consisting of videos, sound, painting, living and dead wood, dealed with urban space as a playing field for the transformation of power structures through collective reoccupation.

    Sophia Leitenmayer collected scenes, sound carpets and disruptive factors on her wanderings through Freiburg and Hamburg. She roamed observantly with her eyes and ears and sometimes intervenes in situations, shifted things in the public space or occupied it with her physical presence. KINDERBRILLE is a combination of sunglasses, rain goggles, rose-coloured glasses, blinkers and the consciousness of a person who is playing.

    Images are there to be lived and chaos is there to compact thoughts.

    When man tunes his ears to background noise, the forest feels as if he has to work long hours every day.

    „You are very very old, the way you look through your children’s glasses. Make a little hole with your fingertips and look at the world through them, or blow on a fire.“

     

    Foto: Sophia Leitenmayer, 2021, courtesy of the artist.

    www.yamkamuna.com

  • E-LAB | URBAN SUMMER 2021 | Juli 2021
    +

    Begegnung und Austausch über die Künste, cross-künstlerische Werke, öffentliche Performances und Präsentationen im E-WERK

    Zeitraum: 01.07. bis 25.07.2021
    Abschlussveranstaltungen vom 16.07. bis 18.07.2021

    Galerie 1, Galerie 2, Bildhauerhalle Kabuff

    Das Projekt „Urbaner Sommer“ bietet Künstler*innen aus Freiburg und anderen deutschen Städten eine Plattform zum Entwickeln von gemeinschaftlich konzipierter, stadtbezogener Kunst.

    Zielgruppe: Künstlerisch arbeitende junge Menschen

    Ziel: Begegnung und Austausch über die Künste, Erarbeitung von cross-künstlerischen Werken, öffentliche Performances und Präsentationen im E-WERK

    IDEE UND KONZEPT
    Themen und mögliche Fragen

    Wie entsteht eine künstlerische Gruppenarbeit und welche Rolle spielen Herkunft, Heimat und die besonderen Gegebenheiten vor Ort? Wie gestaltet sich das Leben in der Stadt und welchen Raum nimmt dabei die Kunst und ein künstlerisches Werk ein?

    Wo liegen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den verschiedenen Kulturen der Teilnehmer*innen und welche neuen künstlerische Lösungsansätze und Modelle ergeben sich daraus? Das sind Fragen und möglichen Leitmotive des Kunstprojekts E-Lab „Urban Summer“.

    Das urbane Laboratorium der jungen Künste

    Das urbane Laboratorium der jungen Künste ist ein Pilotprojekt. Die jungen Künstler*innen arbeiten an einem ungewöhnlichen und spannendem Atelierplatz in der großen Turbinenhalle des ehemaligen Elektrizitätswerks, Musikateliers, auf Tanz- und Theaterbühnen und vielen anderen Projekträumen des
    E-WERKs. Die künstlerische Arbeit wird sich an zeitgenössischen Künsten wie Skulptur, Performance, Video-, Lichtkunst und Installation orientieren. Dieses wird dann in einem work in progress an mehreren Tagen vor Ort in allen Räumen des E-WERKs aufgeführt. Der Prozess des Erarbeitens soll dabei kontinuierlich in den sozialen Medien kommuniziert und durch kleine Interventionen im E-WERK und im öffentlichen Raum während des Aufenthalts der jungen Menschen in Freiburg ergänzt werden.

     

    Kooperationspartner: Kulturamt der Stadt Freiburg, Galerie für Gegenwartskunst,
    Kabuff, tanznetz|freiburg, flausen+ young artists in residence

    Idee und Konzept:Dr. Heidi Brunnschweiler, Wolfgang Herbert, Jürgen OschwaldProjektleitung: Wolfgang Herbert

    Gesamtleitung: Jürgen Eick

    Künstlerische Leitung: Jürgen Oschwald

    Gefördert von: Kulturamt Freiburg, Freiburg 900+1, E-WERK Freiburg

     

    Foto: Jürgen Oschwald, Urban Summer, 2021

  • Daniel Dressel | Juni 2021
    +

     

    DANIEL DRESSEL

    Juni 2021

     

    Spielen ist eine Tätigkeit (und ein Modus der sozialen Interaktion) in welcher gesellschaftliche Regeln reflektiert, gelehrt und wiederholt werden. Oft werden in Spielen Mechanismen und Ideologien sichtbar, die unsere Gesellschaft besonders beschäftigen und prägen. Während uns z.B. ‚Monopoly‘ an die Wirkungsweise des freien Marktes heranführt, verfestigen ‚Tischkicker‘ ganz nebenbei die wettbewerbsorientierte Haltung westlicher Gesellschaften.

    Aber was passiert, wenn sich die Rahmenbedingungen und dadurch auch die altbekannten Spielregeln ändern?

    Daniel Dressel wird im Kabuff der Bildhauerhalle im E-Werk eine neue Werkserie beginnen, in der es um solche uns allen bekannte, aber dennoch leicht veränderte Spiele geht. Besucher*innen sind dazu eingeladen, vor Ort mit diesen abgeänderten Spielen zu interagieren, deren neue Funktionsweise zu erleben und sich über deren neue Funktionsweise auszutauschen.

    www.danieldressel.com

  • Danae Hoffmann | Mai 2021
    +

    Danae Hoffmann arbeitet mit Materialien wie Stoff, Schaumstoff und Metall. Stoff steht für sie als Membran zwischen ihr und dem Anderen. Den Ausganspunkt bilden meist die sinnlichen Erlebnisse der Künstlerin.

    Für die Kabuff-Residency hat Danae eine Mäusehöhle gestaltet, aus der Geräusche kommen. Als Inspirationsquelle diente ihr eine Maus in ihrem Zimmer, die nachts immer wieder aus einer Bodenritze bzw. Spalte hervortrat und sich genau dort wieder zurückzog. Die Maus machte nachts laute Geräusche. Am nächsten Tag sah Danae, dass der Kokosschokoriegel, welchen sie in meinem Zimmer liegen hatte, halb aufgefressen wurde.

    Die Installation „Mäusehöhle“ im KABUFF bestand aus grauem Schaumstoff. Als Gerüst dafür fertigte die Künstlerin eine Holzkonstruktion an. Erweitert wurde die Installation mit dunklen Dots auf dem Boden, welche für abstrahierte Löcher stehen. An der Wand hing des Weiteren noch ein abstrahierter Mauseschwanz und in der Ecke ein langer Armschlauch.
    In ihrem Bericht zu ihrer Zeit im KABUFF  schreibt Danae: „Während meines Aufenthaltes habe ich verschiedene Bildhauer in der Bildhauerhalle kennengelernt. Sehr unterschiedliche Charaktere waren dort vertreten. Die Bildhauerhalle bietet viele Möglichkeiten und lässt viel Raum für unterschiedliche Arbeitsweisen. Interessant ist, dass die einzelnen Ateliers auf einen Blick zu erblicken sind und man für jedes Fachgebiet einen anderen Künstler oder Künstlerin dort vorfinden kann“

    Foto: Danae Hoffmann, 2021, courtesy of the artist.

  • Kian Bartels | März 2021 – April 2021
    +

    KIAN BARTELS

    März 2021 – April 2021

    www.kianbartelsbildhauer.com

    Ausstellung: MI 28.04. – FR 30.04.2021

    MI 28.04. | Beginn 20:15 UHR

     

    Foto: Kian Bartels, Masse im Raum, courtesy of the artist.

  • Violetta Seliger | Januar 2021 – Februar 2021
    +

     

    www.violettaelisaseliger.de

     

    Meine Arbeiten umfassen sowohl dreidimensionale Objekte (Kleinplastiken) als auch Zeichnungen und Reliefs in verschiedenen Materialien.

    Es geht in meinen Werken um Formen und Strukturen. Meine Arbeit beschreibt einen ständigen Dialog zwischen Zweidimensionalem und Dreidimensionalem. Beide Pole beeinflussen und ergänzen einander, eine gemeinsame Formensprache und enge Berührungspunkte entstehen, die untrennbar zusammen gehören.

    Ausgangspunkt für meine Objekte sind konstruierte geometrische Flächen, die ich vom Zwei ins Dreidimensionale transformiere. Dabei enstehen sowohl geschlossene plastische Formen, als auch räumliche Formen aus mehreren selbstständigen Elementen, die in verschiedenen Variationen installiert werden können, so dass die feste Form aufgebrochen wird und variabel bleibt, weiter gedacht auch mit noch größeren Elementen als Rauminstallation.

    Auf der Grundlage dieser bisher erarbeiteten Formen und Strukturen, stelle ich mir als Konzept für den Kabuff vor, noch größere skulpturale und reliefartige Arbeiten herzustellen, neue Dimensionen auszuprobieren und in den Raum zu transformieren. Dabei möchte ich mit verschiedenen Techniken und Materialien (z.Bsp. Metallen, Pappen, Papier, Farben…) experimentieren auf der Suche nach neuen Formen. Meine Zwei und Dreidimensionalen Arbeiten möchte ich im Raum als Installation in einen Zusammenhang bringen.

    Entweder dass jede Arbeit für sich steht in Bezug zu einer anderen Arbeit oder auch mit herausgenommen einzelnen Elementen, die miteinander kombiniert werden, um neue Lösungen für den Raum zu finden.

     

    Welches Projekt wurde während des Aufenthaltes bearbeitet?

    Ausgangspunkt für meine Arbeiten im Kabuff in der Bildhauerhalle des E-Werks in Freiburg waren kleine Objekte und Zeichnungen, die in den letzten Jahren in meinem Berliner Atelier entstanden sind. Diese Arbeiten beschreiben einen Dialog zwischen Zweidimensionalem und Dreidimensionalem. Beide Pole beeinflussen und ergänzen einander, eine gemeinsame Formensprache und enge Berührungspunkte entstehen, die untrennbar zusammen gehören. Aufgrund der Größe meines Berliner Ateliers bisher nur in kleinen Formaten, hatte ich im Kabuff aufgrund der großzügigeren Dimensionen die Möglichkeit, auch größere Formate experimentell zu erarbeiten. Begonnen habe ich meine Arbeit im Kabuff mit großformatigen Zeichnungen und Papierschnitten in Schwarz-Weiß in 100 x 70 cm, in denen ich Strukturen untersuchte. Von Hand geschnittene Raster dienten zunächst als Schablonen für die Zeichnugen in immer wieder neuen und unterschiedlichen Variationen. In diesem Prozess haben sich die Raster in einer sehr konzentrierten und fast meditativen Arbeitsweise immer weiter entwickelt und sind zu eigenständigen Arbeiten geworden. Zunächst noch in sehr streng geometrischen Quadraten, sind diese Raster immer freier geworden und immer mehr aufgebrochen. Es sind unterschiedliche netzartige Strukturen entstanden. Spannend war für mich auch, die verschiedenen “Netzwerke” und Zeichnungen miteinander in mehreren Lagen/Schichten hintereinander zu Bildcollagen zu arrangieren. Auf diese Weise haben sich neue Strukturen gefunden. In der Kombination mehrerer Ebenen sind die zweidimensionalen Blätter Dreidimensional und Räumlich geworden.

    Auch durch Falten, Aufrollen etc. der Papierraster und durch Herausklappen einzelner Elemente in den Strukturen wird mit der Zwei- und Dreidimensionalität experimentiert. 

    Inspiriert von den erarbeiteten Papiernetz-Strukturen sind auch Raster in Metall entstanden, die sowohl als Wandarbeiten als auch als Objekte bzw. Installation angeordnet werden können. 

    In diesem Zusammenhang ist eine weitere reliefartige Arbeit entstanden, bei der ich die Strukturen von Industriepappen untersucht und durch Bemalen in Schwarz-Weiß verändert, zweckentfremdet und in einen neuen Kontext gebracht habe.

    Weiter entwickelt habe ich auch meine Objekte in Metall in größeren Dimensionen. Gearbeitet aus konstruierten geometrischen Flächen, die ich zusätzlich durch ein Laserschnitt-Programm auch in größeren Formaten herstellen konnte. Durch Aufbiegen und Verformen transfomierte ich die Flächen vom Zwei- ins Dreidimensionale. 

    Auf der Suche nach neuen Formen ist mit diesen räumlichen Elementen zusammen gesetzt sowohl eine geschlossene plastische Form enstanden, als auch verschiedene Varianten von kleinen variablen Installationen aus mehreren selbstständigen Elementen.

     

     

     

  • Anas Kahal | "Ali's last dance"
    +

     

     

    Anas Kahal ⎮ Oktober 2020 ⎮ „Ali’s last dance“

    Der libanesische Künstler Anas (Künstlername), 1985 in Damaskus/Syrien geboren und aufgewachsen, schloss 2009 an der Kunstfakultät Damaskus seinen Bachelor in Malerei ab. Im Anschluss ging er nach Deutschland, da er sich für den Expressionismus interessierte. Er studierte bei Prof. Helmuth Dorner und Prof. Kalin Lindena von 2011 – 2016 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe (AdBK Karlsruhe) Malerei und Grafik. 2017 war er Meisterschüler von Prof. Kalin Lindena. Im selben Jahr erhielt er das Graduiertenstipendium der AdBK Karlsruhe. Ein Jahr später nahm er als Stipendiat am
    Austauschprogramm Baden-Württemberg – Katalonien teil, das vom Goethe Institut Barcelona, der Kunststiftung BW, dem Württembergischen Kunstverein und dem Kunstzentrum Hangar Barcelona initiiert wurde. 2019 erhielt er, gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst Baden-Württemberg, ein Stipendium für einen sechsmonatigen Studienaufenthalt an der Cité Internationale des Arts Paris.

    Während der Zeit im experimentellen Kunstraum KABUFF im E-Werk, wird Anas seine Video-Performance Ali’s last dance weiterentwickeln. Dabei werden Szenen des letzten Boxwettkampfes Mohammed Alis gegen Trevor Berbick (1981) aufgegriffen, arrangiert und als mehrkanalige Projektion räumlich und zeitlich neu zusammengebracht. Am Ende steht das Publikum mit im Ring.

    Anas wohnt und arbeitet seit 2019 in Freiburg im Breisgau. Aktuell erhält er das Atelierstipendium der Stadt Freiburg.

     

    Homepage des Künstlers ⎮ www.anaskahal.com

     

  • WO SEID IHR | PFÖRTNERHAUS #34 | PERFORMANCE AG
    +

    Fotos © Wo seid ihr | Performance Ag, Foto_Jürgen Oschwald_Wolfgang Herbert

    Junge Kunst im Kabuff des E-Werks &
    im Pförtnerhaus #34
    Performance AG  | „wo seid ihr“

     

    Eröffnung: Samstag, 19. September, 19 – 22 Uhr
    Ausstellungsdauer: 19. – 30. September 2020
    Abschlussaktion: Mittwoch, 30. September, 18 Uhr

     

    Ein Kooperationsprojekt von:
    Kabuff/E-Werk Freiburg, http://www.gegenwartskunst-freiburg.de/kabuff/ 
    Pförtnerhaus, Fabrikstrasse 15, 79102 Freiburg, http://www.facebook.com/pfoertnerhaus.kunst.freiburg

    Die Ausstellung „wo seid Ihr“ wurde gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

    Die Performance AG bewegt sich im Inneren des Pförtnerhaus Freiburg. „Wo seid ihr“ ist der Austellungstitel und zugleich die Leitfrage. Der Off Space wird ausgelotet, Beziehungen zueinander werden geprüft und unter zu Hilfenahme von einfachen Materialien wird die Distanz der handelnden Personen, der eigene Schutzraum und die persönlichen Befindlichkeiten getestet. Ankommen, manchmal Bleiben, Gehen und Innehalten sind Themen der künstlerischen Gruppenarbeit vor Ort.

    Nach der Eröffnungsperformance waren die Relikte der Handlungen im Ausstellungszeitraum sichtbar . Es fanden spontane Aktionen statt. Diese wurden über die sozialen Medien von Pförtnerhaus und E-Werk Freiburg mitgeteilt.

    Bei der Ausstellung „Wo seid Ihr“ haben die Künstler*Innen im Pförtnerhaus agiert. Die Besucher konnten die Performance von Außen durch die große Fensterscheibe betrachten. Insgesamt sind drei unterschiedliche Performances entstanden, die Choreographien dazu sind alle in freier Improvisation während der Aufführungen entstanden.

    ***Die Vorstellungen waren nach den Regeln der Coronaverordnung des Landes BW organisiert. Alle Besucher haben sich an die Corona Vorgaben bezüglich Abstand und Hygiene gehalten.***

    Jüregn Oschwald, Wolfgang Herbert

    PFÖRTNERHAUS 
    Off Space Raum Freiburg
    Florian Thate
    Jürgen Oschwald
    Stefan-Meier-Strasse 90, 79104 Freiburg
    email:  pfoertnerhausfreiburg@gmail.com
    Telefon: 0179 50 13 974 (Jürgen Oschwald)

    KABUFF im E-Werk, Eschholzstr.77
    Heidi Brunschweiler
    Wolfgang Herbert
    email: herbert@ewerk-freiburg.de
    Telefon: 0171 1949180 (Wolfgang Herbert)
    Weitere Infos unter: ewerk-freiburg.de

    PFÖRTNERHAUS Veranstaltungsort
    Fabrikstrasse 15
    79102 Freiburg



     

    Fotos © Wo seid ihr | Performance Ag, Foto_Jürgen Oschwald_Wolfgang Herbert

  • Felix Baumann: "How Things Go" - Eine Bewegungstheaterrecherche
    +

     

    Felix Baumann, 1991 in Seelbach, Baden-Württemberg (DE) geboren, forschte und arbeitete in den letzten 4 Jahren als Tanz- und Theaterschaffender in Kollaboration mit verschiedenen internationalen Kompanien und Organisationen. Mitunter an der Accademia Teatro Dimitri (CH); im tschechischen Kulturzentrum Plum Yard (CZ), in Zusammenarbeit mit der freien Tanz- & Theatergruppe Divadlo Continuo (CZ), dem Studio Alta (CZ), dem Katapult Berlin (DE), der Academy of Fools in Paris (FR) und dem Diyar Dance Theatre in Bethlehem (PSE). Der Schwerpunkt seiner Forschungen konzentrierte sich dabei auf die Entwicklung einer spezifischen Bewegungs- und Theatersprache, welche die verschiedenen Disziplinen wie Physical Theatre, Tanz und visuelles Theater mit Bühnenbildkomposition und Clownerie verbindet. Bereits während seines Studiums des Physischen Theaters an der Accademia Teatro Dimitri (CH) war seine Recherche konsequent auf einen interdisziplinären Ansatz ausgerichtet, mit dem Ziel einen eigenen tragikomischen Bewegungsstil zu definieren , und dem Versuch, die Absurditäten des menschlichen Lebens, mit den Mitteln des Körpers, von innen nach außen zu schleudern. Nach mehreren Kreationen in Zusammenarbeit mit einem Team internationaler Künstler, widmet sich seine neueste Recherche, der Erarbeitung eines Solo-Stückes (2020/21). Dieses stellt sowohl die Fortsetzung, als auch die Vertiefung seiner bisherigen kreativen Praxis im Rahmen der von ihm entwickelten Projekte – “ THE WARdrobe (2018/19), “ How Things Go “ (2019/20) und “ Marhaban “ (2019/20) – dar.

    Im Rahmen seiner Kabuff Residenz arbeitet Felix Baumann an der Weiterentwicklung seiner letzten Performance „How Things Go“, welche Physical Theatre, Tanz und visuelles Theater verbindet. In Zentrum der Arbeit steht eine bewegungsbasierte Untersuchung von spezifischen Objekten und (Holz-)Materialien, ihrer Physikalität und Funktion, ihrer Eigendynamik und ihres Einflusses auf den menschlichen Körper in Bewegung, und der Bilderwelt die sie gemeinsam erschaffen. Der hölzerne Raum des KABUFFS wird dabei als Bühnenbild ausprobiert und inszeniert, in welchem die Figur und die Objekte des Stückes sich bewegen.

    Wir treffen auf eine tragikomische Figur, die versucht etwas aufzubauen, das für ihr Leben bemerkenswert ist. Unterwegs verursacht ihre Begegnung mit den Objekten und Dingen eine Kette von Reaktionen, in der das Scheitern vorprogrammiert ist. Aber ohne aufzugeben und dank ihres Sinn für Humors, rollt die Figur weiter, stur wie ein Stein, der ins Wasser fällt.

     

    Homepage des Künstlers ⎮  www.baumannfelix.com

     

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

  • Sylvain Gelewski: Acrobatic Painting
    +

     

    Die Installation begann zunächst im März 2020, wurde dann aus den uns bekannten katastrophalen Gründen unterbrochen und konnte im Juli wiederaufgenommen werden.

    Hier wurde eine formale Recherche über die Beobachtung von Akrobaten, Turnern und Athleten auf eine Reihe von Gemälden auf Leinwand und Zeichnungen auf Papier übertragen. Sie ist inspiriert von einer musikalischen Hörzeit, die die gesamte Zeit des Lockdown dauerte, wobei mehrere Alben, auf deren Covers auch solche menschlichen Figuren in absurden Positionen abgebildet sind, als Modelle für visuelle Studien ausgewählt wurden.

    Ein Text, der zwischen automatischem Schreiben, referenziertem Lesen und skurriler Interpretation jongliert, ebenfalls im März begonnen und bis zum Ende des Aufenthaltes fortgeführt wurde, wurde in auditiver und lebendiger Form im Raum präsentiert.

    Schließlich handelt es sich um eine konkrete und physische Recherche, die in und um dem Residenz Atelier herum interveniert, vor allem wegen der zahlreichen Hin- und Rückreisen, die der Künstler zwischen seiner Arbeitsstadt Freiburg und seiner Wohnstadt Genf in der Schweiz unternimmt. Aber auch wegen einer Sammlung von Objekten und Artefakten, die im Kabuff gefunden und/oder zusammengetragen wurden, über Monate hinweg durchgeführt und hier in einer von allen Zwängen freien Form restauriert wird, im Bild der Zeit, die die (Kultur-)Welt derzeit erlebt.

    Oder wie ein zufällig auf einer großen Videoplattform gefundener Kommentar sagen würde: 

    „Es erinnert mich an einen unschuldigen und glücklichen Dorftrottel, der an einem schönen Sommertag in der Sonne spazieren geht, auf Pfirsichbäume klettert und zum Fluss geht, um dort zu schwimmen und zu fischen. »

     

    Homepage des Künstlers: www.sylvaingelewski.com

     

     

  • Elena Artemenko
    +

     

    Die Moskauer Künstlerin Elena Artemenko hatte einen Aufenthalt im KABUFF in Freiburg anlässlich der Russischen Kulturtage 2019. Gezeigt wurde eine Auswahl ihrer bestehenden Videoarbeiten, eine in Freiburg neu entstandene Videoarbeit sowie Werke aus Marmor.

    Elena Artemenko ist 1988 in Krasnodar, Russland geboren. Sie absolvierte die Rodchenko Moscow School of Photography and Multimedia, Video and Media Art Abteilung (2013). Ihre Videoarbeiten wurden international prämiert. Unter anderem erhielt sie the Grand Prix of Transmission Video Art Festival, Karlsruhe – Warsaw – Kassel und The Best Russian Video, International Video Art Festival „Now&After“, Moscow 2016.

     

    Foto: Marc Doradzillo

    Foto: Marc Doradzillo

    Foto: Marc Doradzillo

    Foto: Marc Doradzillo

    Foto: Marc Doradzillo

    Foto: Marc Doradzillo

    Foto: Marc Doradzillo

    Foto: Marc Doradzillo

  • Taissa Frome: Critters
    +

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

    Foto: Christina Sperling

  • Selma Kahoul: SpaceTime
    +

     

     

    Während ihrem Aufenthalt im Kabuff möchte Selma Kahoul das Verhältnis von künstlerischem Prozess, Kunstwerk und Künstler befragen. Angestrebt ist eine Rauminstallation, bei der eine Videoperformance und im Kabuff angefertigte Objekte in Beziehung zueinander treten.
    Im Kabuff werden zwei Videokameras installiert, die ihre Tätigkeiten während der gesamten Arbeitszeit in verschiedenen Einstellungsgrößen filmen. Durch zusätzlich angebrachte Aufnahmegeräte werden alle Geräusche, die beim Arbeiten entstehen ebenso aufgezeichnet.
    In der Nachbearbeitung wird das vorhandene Videomaterial als Timelapse konzipiert und dem Rezipient dadurch ermöglicht, den Werdegang und Entstehungsprozess der einzelnen Objekte nachzuvollziehen.
    Es entsteht eine Collage an Bild-und Lauteindrücken, die in Form der geschaffenen Objekte für den Rezipienten auch haptisch erfahrbar sein wird.

     

  • Helen Weber: EXPEDITIONEN
    +

     

     

    AUSFLÜGE IN DIE PRAXIS
    MIT:

    Heidi Brunschweiler
    Vincent Mayr
    Raoul Muck
    Utz Biesemann
    Jasmin Schädler

     

     

     

     

     

     

    RÜCKBLICKEHelen Weber: Expeditionen, KABUFF 2019

    By curating and setting all pictures and videos taken to atmospheric music, the algorhythm of the iPhone application „memories“ (german „Rückblicke“) looks back on a stay in Freiburg with Heidi Brunnschweiler, Vincent Mayr, Raoul Muck and Jasmin Schädler.


     

    LECTURE PERFORMANCE FOR HEIDI BRUNNSCHWEILER (DOKU) | Helen Weber: Expeditionen, KABUFF 2019

    The visitors of the presentation of „Expeditionen“ join a one hour walk from E-Werk through the inner city to a forest up the hill. Fragments of a research that revolves around the Blackforest, Freiburg, Rothaus, Jägermeister, Björn Höcke, Ernst Jünger, Martin Heidegger, Paul Celan and Douglas Pines are read out and accompanied by constant high pitch whistling.

     

  • Hannah Kindler und Oliwia Hälterlein: Kontexturen
    +

     

    Foto: Hannah Kindler

     

    Hannah Kindler und Oliwia Hälterlein führten in den drei Monaten ihrer Residenz ihre sehr unterschiedlichen Arbeitsweisen zusammen und entwickelten ihr interdisziplinäres und partizipatives Projekt KONTEXTUREN im Raum zwischen Performance, Installation, Kleidkunst und Text. Mithilfe ihrer Arbeit und dem Input von Besucher*innen ist ein Projekt entstanden, dass zugewiesene (Geschlechter-)Stereotypen und Rollen in der Gesellschaft beleuchtet und kritisch hinterfragt.

    Hannah Kindler hat aus gefundenen Materialien tragbare Kleidobjekte kreiert, die sich zu verschiedenen Charakteren verdichteten. Dazu hat Oliwia Hälterlein ein buntes Potpourri aus Textfragmenten und Sätzen zusammen gestellt: aus bekannten Werken, von einflussreichen Autor*innen, aus Manifesten aber auch Glaubenssätze und Alltagsfloskeln. Texte von Frauen und über Frauen stehen dabei im Vordergrund.

    In einer Zwischenpräsentation bekamen Besucher*innen den work-in-progress Zustand zu sehen. Dort hingen Stoffe, Kleidobjekte, Texte und Bücher im Raum. Die Besucher*innen konnten ausgedruckte Textpassagen auswählen und verschiedenen Kostümen und Stoffen zuordnen. Auch waren Interessierte dazu eingeladen, sich anzumelden für partizipatives Schaffen. In den folgenden Wochen setzten sich die Teilnehmenden mit den Kleidobjekten und Texten auseinander. Es entstand ein experimenteller Raum für verschiedene Aspekte ihrer Persönlichkeit und ihres Selbstverständnisses. Durch deren Interpretation ist ein neuer Kontext entstanden. Dies wurde durch Film- und Audioaufnahmen festgehalten und es entstand ein ca. 25 minütiger Film.

    Durch das partizipative Schaffen haben sich diverse Ideen, Vorstellungen, Texte und Materialien der Teilnehmer*innen manifestiert, ohne Vorlage und Skript. Auf diese Weise haben sich Dynamiken ergeben, die über die individuelle Schaffensarten der Künstler*innen hinausgehen. KONTEXTUREN ist eine Diskurs-Collage, die Verwirrung stiftet indem Sie Text, Kreatur, Kontext und Textil zum Hinterfragen freigibt.

     

    Foto: Hannah Kindler

    Foto: Sijin Jung

    Foto: Sijin Jung

    Foto: Hannah Kindler

    Foto: Hannah Kindler

    Foto: Laurie Mlodzik

    Foto: Laurie Mlodzik

    Foto: Laurie Mlodzik

  • Simone Körner: Liminal Metabolisms
    +

     

    LIMINAL METABOLISMS beschreibt eine Schwellenpraxis, ein ,,betwixt and between“. Eine fluide, dysfunktionale und polymorphe Beziehung zwischen Körpern, hybriden Entitäten und Räumen. Eine Fabrikation von Paradoxa.Sie ist ein mutierendes/ metastasierendes/ metamorphotisches Gewebe.

    In LIMINAL METABOLISMS formen wir ein Kollektiv, dass transgressiv das Verhältnis von Körper, Raum und Geschlecht untersuchen will. Was ist Körper und was kann Körper sein? Wie interagieren Raum und Körper?Unter welchen Bedingungen entstanden unsere Begriffe von Körper/ Raum/ Geschlecht? Welche vermittelnde Bedeutung haben sie für den Menschen?

    Unsere Untersuchungen wollen weder eine geschlossenen Einheit, noch eine erschöpfende Behandlung des Themas sein. Wir bewegen uns in einer Topographie der Gegenwart, die wir fluid werden lassen, in die wir eindringen, in der wir uns bewegen wollen. Wie ist es möglich in einer Realität zu handeln, die nicht Zustimmbar ist? Was entsteht dort, wo das Handeln sich der Zustimmung zur Realität verweigert?

    Eine Praxis zwischen _installation_video_mode_performance_bewegung_sound_ar_sprache_
    Simone Körner, Bastian Orthmann, Hannah Froese, Lara Dade

     

  • Mirjam Walter: Hallo
    +

    Mirjam Walter verwandelte den architektonischen Bogen des KABUFFS zum Ort des machen und Ausstellen mit ihrem darin gefertigtes Bild.

    Inspiriert war das ganze durch der Vorstellung eines überdimensioniertes Heiligenbild. Die Ikone als Kultbild verkörpert bestimmte Werte, Vorstellungen, Ideale. Dort wo es Ideale gibt, gibt es auch Scham. Diese entsteht durch die Diskrepanz zwischen dem, wie man sein möchte und dem, wie man ist. Jedoch ist Scham genauso wie die Arbeit als Künstlerin oft auch abhängig von Öffentlichkeit.

    Auf die unsymmetrische Begegnungssituation zwischen Künstlerin und
    BetrachterInnen beziehungsweise dem zwischengeschalteten Werk spielte auch der Ausstellungstitel Hallo an.

    Mirjam Walter arbeitete während ihrer zwei Monatenigen Residenz im Kabuff Freiburg an dem Gemälde, mit welchem sie Scham selbst zum Ideal macht, indem sie sich an einer Ikone dafür versucht.

    Foto: Bernhard Strauss

     

    Foto: Bernhard Strauss

  • Jugend Kunst Parkour: Nach Hause wenn es am schönsten ist
    +

    Anna Borghammer, Lisa Stürner und Leon Jelinek haben zusammen mit dem Freiburger Künstler Jürgen Oschwald im KABUFF in der Bildhauerhalle des E-WERK Freiburg über 2 Wochen gearbeitet.
    Entstanden ist dort eine leicht klaustrophobisch wirkende, spielerisch gesetzte und in verschiedene Zimmer unterteilte Gesamtinstallation. Schon die Entscheidung über das Eintreten stellte die BesucherInnen vor ein kleines Rätsel. Ein kleiner Tunnel führte in das Innere des Kunstwerks, aber auch nur wenn dieser Zugang geöffnet war. Hat man diese Barriere überwunden, dann eröffneten sich den BetrachterInnen verschieden, sehr provisorisch eingerichtete Bereiche. Eine Art Duschkabine ohne Wasseranschluss, eine offene in der Höhe verschiebbare Tür, einer Guillotine gleich, die den Zugang auf eine nächste Ebene zugelassen hat. Ein kleines Kabinett mit einer Ansammlung an knochenartigen Fundstücken und anatomischen Studien schliesste sich an. Man begab sich, und dabei alles in unterschiedliches Licht getaucht, auf Abenteuerreise in eine kleine, neue Welt. Die 3 jungen KünstlerInnen haben in Ihrer Instalation ein poetisch anmutendes Werk geschaffen das nur für die Dauer der Ausstellung Bestand hatte. Danach löste sich alles wieder auf und dann vielleicht wie der Titel schon sagt: „Nach Hause … wenn es am schönsten ist.“

     

    „Nach Hause wenn es am schönsten ist“, 2018, Installation,
    Anna Borghammer, Lisa Stürner, Leon Jelinek in Zusammenarbeit mit Jügen Oschwald, 550 x 450 x 650 cm, verschieden Materialien, Fundstücke vor Ort

  • Jonas Rehren: Das ist John 1.6. - 1.7.
    +

    Während seinem Aufenthalt im Kabuff drehte Jonas Rehren den Kurzfilm Das ist John in seinen eigene Worten:

    Kunst, das ist schwer. Den meisten Tag sitzt man rum, trinkt Kaffee und prokrastiniert. Oder man stellt sich Fragen: Sollte ich heute malen oder eher schreiben? Tauge ich überhaupt was zum Maler? Wie viele Kaffees habe ich heute schon getrunken? Muss man leiden um etwas kreieren zu können und wenn ja, dann wie viel? Hat Picasso auch so viel nachgedacht? Tue ich was ich tue, weil ich glaube es ist richtig, oder tue ich was ich tue, weil ich faul bin? Warum tue ich was ich tue? Was tue ich? Wer bin ich? Und wer ist John?

    Jonas Rehren wurde 1995 in Freiburg im Breisgau geboren. Er verfolgte früh eine künstlerische Laufbahn, erst an der Gutenbergschule für Gestaltung in Frankfurt, mit anschließendem Studium an der HKDM in Freiburg und studiert seit Oktober 2016 an der AdBK Karlsruhe, wo er, in enger Zusammenarbeit mit der HfG Karlsruhe, Film und Video als eines seiner Hauptmedien gewählt hat. In seiner momentanen Arbeit, beschäftigt er sich mit dem Prozess der Ideenfindung bzw. -entwicklung und welche Probleme damit zusammenhängen können.

  • Lea Torcelli: As You Know The Electric Light Is Filled With Emotion
    +

    Das Projekt AS YOU KNOW THE ELECTRIC LIGHT IS FILLED WITH EMOTION bestand aus drei Phasen [○][◉][•]; einem Talk und zwei Performances.

    Im Zentrum der Untersuchung standen digitale Häutungsprozesse: Identitätsbildungen und algorithmische Annäherungsversuche, Oberflächenspannung und Touchscreens. Die Re­fle­xion fand auf mehreren Ebenen statt. Eine Aus­einandersetzung mit der Kultur des Digitalen.

    Die Pluralität der Zahl 1 [Körper].

    Wasserhaut [Berührung].

    Oberfläche [Touchscreen].

    Selbstprozess [Algorithmus].

    Subjekt-Substanz [Flüssig].

    Synchronisierung [Verinnerlichung].

    „Ich weiß sehr gut, dass die Dinge einander durchdringen.“ (J. Cage)

    Die entstandenen Phasen lassen sich wie folgt gliedern:

    [○] Ritual und Algorithmus (Talk)

    [◉] Grenzöffnung_Screen (Performance)

    [•] Oberflächenspannung (Performance / Installation).

    Die erste Phase [○] bedeutete eine erste Konzentration des Themenbereichs durch einen Vortrag zum Thema „Ritual und Algorithmus“ und eröffnete die Untersuchung im Stadium von ersten Eindrücken, Recherchen und Grundfragen zur Bildung von digitalen Häuten und Berührungen zwischen Mensch-Maschine-Mensch.

    Die zweite Phase [◉] bildete die Grundstruktur für die weitere Arbeit im KABUFF. Der halb-offene Arbeitsbereich in der Bildhauerhalle wurde durch eine dritte und vierte Wand geschlossen. Der Raum wurde mit silbernem Isolationsmaterial ausgekleidet, wodurch ein geschlossener Reflexionsraum, welcher nach oben geöffnet war, entstand. Ein Reflexionsanzug wurde angefertigt, welcher an die Arbeitsumstände bezüglich der niedrigen Temperatur in der Bildhauerhalle angepasst war. Der Raum wurde zur Performance „Grenzöffnung_Screen“ für einzelne BesucherInnen zugänglich gemacht, welche sich über einen selbstgewählten Zeitraum hin über die Thematik der digitalen Häute in einem Einzelgespräch austauschen konnten. Hierzu wurden Notizen angefertigt, welche daraufhin im Raum angeordnet wurden und bis zuletzt dort die Grundlage für die folgende Auseinandersetzung bildeten.

    Die letzte Phase [•] erschloss das Thema der digitalen Haut in einer finalen Präsentation eines performativen Screenings. Die vierte Wand des Reflexionsraums wurde zu einem Membran-ähnlichen Schleier, der zu Beginn eine abschirmende Wirkung erzielte und mit Projektionen bespielt wurde, im weiteren Verlauf aber geöffnet und durchbrochen wurde. Musikalische Improvisationen und rituelle Abläufe in Interaktion mit dem Publikum und verschiedenen Materialien, unter anderem mit den im KABUFF entwickelten Coldspots – Eiskugeln, Konzentrationen und Konservationen zur Einleitung des Socialcoolings – und einem Selfie-Speer, bildeten die elementare Struktur der Arbeit. Die entstandene Installation hinter dem Screen war im Anschluss an die Performance „Oberflächenspannung“ für das Publikum zugänglich.

     

  • Amelie Kemmerzehl: Kooperation mit dem Pförtnerhaus
    +

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Die Residenz in Freiburg war nun, nach einem halbjährigen Aufenthalt in Kalifornien, ein lang ersehnter Zwischenstop in ihrer ursprünglichen Heimat. Nach ihren jüngsten Ausflügen in den Design- und Architekturbereich war sie selbst gespannt, was in den vier Wochen ihrer Künstlerresidenz in Freiburg entstehen würde. Sie hat sich zum Ziel gesetzt ihrer kreativen Schaffensfreude freien Raum zu lassen und hat als Abschluss im Projektraum Pförtnerhaus raumbezogene Arbeiten erstellt.

    22339484_291382661267831_3499586767246355792_o

    22459243_291382614601169_1845566510908709173_o

     

    22538694_291382507934513_2769555598927417313_o

     

    Amelie Kemmerzehl lebt und arbeitet als Kreativschaffende an Orten, die sie spannend findet und ihre Kreativität ansprechen. Besonders gefallen hat es ihr im vor kurzem wiederbelebten Bahnhofsgebäude in Fürstenberg an der Havel. Nach der Organisation einer Eröffnungsausstellung in der ehemaligen Wartehalle des Bahnhofes 2016 ist sie für vier Monate selbst in die entstandenen Wohnräume des Bahnhofes eingezogen und hat dort unter anderem ihre ersten Möbel entworfen. Studiert hat sie Freie Kunst / Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin und 2015 mit Diplom abgeschlossen.

  • Miroslav Danev: Bilder Hauen
    +

     

    IMG_3026

    Als Maler in der Bildhauerhalle setzte Miroslav Danev sich mit dem dort herrschenden Kunstbetrieb auseinander. Die allgemein zunehmende Nachfrage nach eigens für ein Event produzierte Exponate steigt stetig und wurde thematisiert. Eine Residency verlangt nicht nur das Arbeiten vor Ort, sondern auch den Umgang mit den Rahmen der Veranstaltung bzw. des Konzeptes. Die künstlerische Arbeit droht zur Ausführung eines Auftrags zu werden.
    Unter dem Titel ,,Bilder hauen” wurde auf spielerische Art und Weise der Schaffensprozess bzw. die Fertigstellung solcher Ausstellungsstücke visuell karikiert und neu interpretiert.

     

    Performance ‚Bilder hauen‘ vom 21.07.2017

     

    IMG_2585

    IMG_2581

    IMG_2577

    IMG_2571

    IMG_2397

     

    IMG_2535IMG_2545IMG_2531

  • Gregor Peschko: Light_Stand_Shift 16.-18. Juni 2017
    +

    LIGHT_STAND_SHIFT (Still)

    LIGHT_STAND_SHIFT (Still) Gregor Peschko 2017

    LIGHT_STAND_SHIFT war eine Intervention in der Bildhauerhalle des E-Werkes Freiburg. Im Kontext des Ateliers befragt die Arbeit die (Post-) Produktion von Ausstellungen. Bilder, Videos, Dokumentation, Kritik, Rezensionen, Werbung zirkulieren und erzeugen ein Nachbild, das eigene Sichtweisen und Bedeutungen impliziert.

    Dokumentationsbestandteile und Beobachtungen einer Ausstellung bildeten hier einen produktiven Impuls für eine neue Ausstellung. In einem fremden Zusammenhang montiert, wurden diese Fragmente umgedeutet, weiterentwickelt, verlagert. Im Geflecht der Ausstellung entstand so ein Spiel zwischen dem Verweis auf einen anderen Ort und dem Ort selbst.

    bearbeitet DSC_2033_1

    bearbeitet DSC_1862

    bearbeitet DSC_1964_1

    Gregor Peschko, 1990 in Bad Honnef geboren, lebt in Leipzig und studiert seit 2011 Materie und Grafik an der HGB. Er war im Juni zu gast im KABUFF und hat am ende seines Aufenthalts die Arbeit LIGHT_STAND_SHIFT von dem 16. bis zum 18. Juni 2017 präsentiert.

  • Kriz Olbricht: CLAIM 22. - 31. Mai 2017
    +

    CLAIM

    CLAIM ist der Titel für einen zehntägigen Zustand in der Bildhauerhalle im E-Werk Freiburg. In Form einer experimentellen Versuchsanordnung wird das Atelier als Produktionsstätte für Kunst untersucht. CLAIM ist dabei weder Atelier- noch Ausstellungssituation und bietet, als sich immer verändernder Raum, Möglichkeit zum Gespräch, zum Denken und zur Beobachtung. Wie funktioniert eine künstlerische Arbeit? Ist die traditionelle „Ausstellung“ auch nach der „Manifestation 1“ und dem „Brief gegen die Salons“ ein adäquates Format von Präsentation oder ist es der Ort der Entstehung? Findet ein Kunstwerk erst im Gespräch seine endgültige Form?

    K. Olbricht_CLAIM_SW.4

    K. Olbricht_CLAIM_SW.2 K. Olbricht_CLAIM_SW.1

     

    K. Olbricht_CLAIM_SW.3

    K. Olbricht_CLAIM_SW.5

    Kriz Olbricht, 1986 in Freiburg geboren, lebt in Köln. Seine Arbeiten mäandern zwischen Malerei und Bildhauerei. Ein Großteil seiner Arbeiten ist ortsbezogen und konstituiert sich sich oftmals erst durch den Ort seiner Präsentation. Dabei fragt er nach den Grundeigenschaften von Malerei, wobei sich die Arbeiten sich zumeist aus Alltagsmaterialien und oftmals kaum beachteten Nutz- und Baustoffen speisen.

     

  • Jennifer Bennett: 20. März - 23. April 2017
    +

    Manchmalaufallenvieren

     

    Jennifer Bennett war die erste Gastkünstlerin im Kabuff, über den März war sie einen Monat im Gastatelier des E-werk an kleinen Skulpturen arbeiten und sich mit der Geschichte der Besetzung des Gebäudes auseinandersetzen.

    http://jenben.jenniferbennett.net

    Was ist die Aufgabe der Kunst angesichts der aktuellen Weltlage? Diese Frage hat Alexander Kluge unlängst in einem Interview gestellt. Soll Kunst den Schrecken der Welt einen Spiegel vorhalten und ihre Ursachen aufzeigen? Oder soll sie Alternativen in den Blick nehmen und die Welt aktiv umgestalten? Jennifer Bennett verfolgt mit in ihrer konzeptuellen Kunstpraxis beide Strategien.

    In ihrem Künstlerbuch SAVE 2016 geht sie der Ideengeschichte des neoliberalen Spätkapitalismus nach. Gleichzeitig zeigt sie alternative Organisationsformen auf, die Dinge und Menschen jenseits einer monetären Wertzuschreibung verorten und neue Formen des gesellschaftlichen Lebens schaffen. Selbstorganisation ist für sie das zentrale Thema, das sie auch in ihren Arbeiten mit Tonerde untersucht.

    Sie präsentierte die hier entstandenen Arbeiten und diskutierte sie innerhalb ihrer Kunstpraxis.

    IMG_1266

    IMG_1324

    IMG_1271

    IMG_1287

    Jennifer Bennett, 1976 in Schaffhausen/Schweiz geboren, lebt seit 2006 vorwiegend in Deutschland, derzeit in Berlin. Sie verfolgt eine multidisziplinäre Praxis im Feld der bildenden Kunst, Performance, Musik und Text. In ihrer Kunst thematisiert sie Fragen der Balance, von Verbindungen und Grenzziehungen. Seit 2015 entsteht unter dem Titel “Steht auf allen Seiten” eine Reihe von Skulpturen aus selbsthergestelltem Ton, gesammelt in den Regionen, in denen sie sich aufhält. 2016 erschien im Textem Verlag Hamburg ihr Buch SAVE mit zahlreichen Interviews, Reisebeschreibungen und Recherchen zu den Themenkomplexen, Staatsangehörigkeit, Terrritorium und Selbstorganisation.

  • Kick Off 10.-12. März 2017
    +

    kickoff_nichtsquare_front-01

    Kick Off

    Timo Alt, Naomi Bosch, KIT, Laurie Mlodzik, Jürgen Oschwald, Jacob Ott, Nils Henry Weiligmann

    Das KABUFF, innerhalb der Bildhauerhalle des E-WERKs, ist ein neuer experimenteller Kunstraum für erweiterte künstlerische Produktions- und Präsentationsformen. Das sogenannte Gastatelier, in der ehemaligen Turbinenhalle, wurde zu einer neuen Arbeits- und Ausstellungsfläche umgebaut. Für die Einweihungsveranstaltung zeigen die Künstler des Organisationsteams eigene Arbeiten im neuen Raum.

     

    Foto: Jürgen Rösch

    Foto: Jürgen Rösch

    _DSF1690 - 10. März 2017

    Foto: Jürgen Rösch

    Foto: Jürgen Rösch

    Foto: Jürgen Rösch

    Foto: Jürgen Rösch

    Foto: Jürgen Rösch

    Foto: Jürgen Rösch

    Foto: Jürgen Rösch

    Foto: Jürgen Rösch

    Foto: Jürgen Rösch

    Foto: Jürgen Rösch

    Foto: Jürgen Rösch

    Foto: Jürgen Rösch

    Foto: Jürgen Rösch

    Foto: Jürgen Rösch

    Foto: Jürgen Rösch

    Foto: Jürgen Rösch

    Foto: Jürgen Rösch

    Foto: Jürgen Rösch

    Foto: Jürgen Rösch

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen