• Galerie für Gegenwartskunst
Foto: Hannah Kindler, Nika Timashkova, (un)masking – Schutzmasken Edition, 2020, Foto Hannah Kindler.

(un)masking – Masken-Edition | Hannah Kindler & Nika Timashkova

Ausgestellt im Foyer & Fluxus Restaurant E-WERK

Mi 08.07. | 17:00 Uhr

Öffnungszeiten Fluxus Restaurant: Mi-Sa | 17-22 Uhr

 

Die Edition der künstlerischen Masken von Hannah Kindler und Nika Timashkova ist im Foyer und Fluxus, dem Restaurant im E-WERK, von Mi 01. Juli bis Sa 19. September ausgestellt und zu den Öffnungszeiten des Restaurants zugänglich.

Die einzelnen Masken können für 45 Euro bei Hannah Kindler erworben werden. Dazu schicken Sie einfach die Nummer oder ein Foto der gewünschten Maske an hannah.t.kindler@gmail.com. Die noch erhältlichen Masken sind auch auf unter folgendem Link einsehbar http://hannahkindler.com/index.php/news-detail/743.html.

 

Die Edition mit 40 tragbaren Kunstobjekten von Hannah Kindler und Nika Timashkova ist für die Galerie für Gegenwartskunst im E-WERK entstanden und wird zusammen mit einem Film, der für die Arbeit entstand, präsentiert.


Masken haben eine lange Tradition, auch in der westlichen Kulturgeschichte. Sie waren früh mit der Bewältigung menschlichen Lebens verknüpft. Menschen hatten beispielsweise das Bedürfnis, ihre Gesichter beim rituellen Tanz vor der Jagd zu bedecken. Im Theater und im Ritual konnte man mit der Maske einer anderen Wesenheit Präsenz verschaffen. Beim Karneval ermöglicht einem die Maske vorübergehend in eine andere Identität zu schlüpfen. Masken haben in anderen Kontexten eine Schutzfunktion.

Vor dem Ausbruch des Corona-Virus sahen die meisten von uns Masken nur aus der Ferne, aber über Nacht wurden sie zu einem Alltagsgegenstand. Krise und Krankheit brachten sie auch visuell in den öffentlichen Raum.

Für die Galerie für Gegenwartskunst im E-WERK haben Hannah Kindler und Nika Timashkova tragbare Kunstobjekte gestaltet, die den Schutzanforderungen einer Atemmaske entsprechen. Sie bieten den Tragenden eine neue Spielfläche zum Experimentieren mit der eigenen Identität. Obwohl die Masken alltägliche, zwischenmenschliche Interaktionen erschweren, da sie die Mimik partiell verhüllen, machen sie zugleich doch vieles sichtbar, das über den Gesichtsausdruck hinaus geht. Die Kleidobjekte von Hannah Kindler und Nika Timashkova spielen mit körperlichen und kulturellen Identitäten, (Geschlechter-)Stereotypen und deren Rollen in der Gesellschaft. Die Masken ermöglichen durch einen Handgriff eine Neuinszenierung der eigenen Identität.

Im Film, der zur Edition entstand, inszenieren die Künstlerinnen ihre Masken kunstreich und sprechen den textilhistorischen Kontext ihrer Arbeit.

 


EN

Wed 1 July – Sun 20th September 2020
Hannah Kindler, Nika Timashkova, (un)masking – Masks Edition, 2020

Exhibited in the Foyer E-WERK as well as in Fluxus, Restaurant at E-WERK, opening hours, Wed-Sa, 5-11pm

The edition of the artistic masks by Hannah Kindler and Nika Timashkova is on display in the Foyer of E-WERK and at the Fluxus, the restaurant in the E-WERK Freiburg from July 1st to Sunday September 20th, 2020. Edition with film are accessible during the restaurant’s opening hours.

The edition with 40 portable art objects by Hannah Kindler and Nika Timashkova has been created for the Gallery of Contemporary Art at E-WERK and is presented together with a film made for the work. The individual masks can be purchased for 45 Euro from Hannah Kindler. Please send the number on the list or a photo of the mask desired to hannah.t.kindler@gmail.com. The masks that are still available can also be viewed at http://hannahkindler.com/index.php/news-detail/743.html.

Masks have a long tradition also in western cultural history. They were from early on connected with the accomplishment of human life. For example, people felt the need to cover their faces during ritual dance or before hunting. In theatre and ritual, the mask could be used to create a presence for another being. At carnival, the mask allowed one to temporarily slip into another identity. Masks have a protective function in other contexts.

Before the outbreak of the Covid-19 virus, most of us only saw masks from a distance, but overnight they became an everyday object. Crisis and disease brought them into public space visually. For the Gallery of Contemporary Art at E-WERK, Hannah Kindler and Nika Timashkova have designed portable art objects that meet the protective requirements of a breathing mask. They offer the wearers a new playful surface for experimenting with their own identity. Although the masks make everyday interactions interpersonal and more difficult because they partially conceal facial expressions, they also make many things visible that go beyond facial expressions.

Masks make everyday interactions interpersonal and more difficult because they partially cover facial expressions, they also make visible much more than just facial expressions. The dress objects by Hannah Kindler and Nika Timashkova play with physical and cultural identities, (gender) stereotypes and their roles in society. The masks enable a new staging of one’s own identity with a single movement.

In the film, which was made for the edition, the artists stage their masks in an artistically way and speak about the textile-historical context of their work.

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ALTERNATIVE TERMINE DIESER VERANSTALTUNG

  • Do 17.09.
    19:00 Uhr
    Fluid Bodies | Vernissage
    +

    Ausstellung mit Performance: Fr 18.09.– So 01.11. | Galerie 1 & 2 Vernissage: Do 17.09. | 19:00 Uhr Kuratiert von Heidi Brunnschweiler Die Ausstellung Fluid Bodies zeigt fünf künstlerische Positionen, die sich mit aktuellen Fragen bezüglich ... [mehr]

    Eintritt FREI
    Zu den Details »
  • Sa 19.09.
    14:00 Uhr
    Fluid Bodies
    +

    Ausstellung mit Performance: Fr 18.09.– So 01.11. | Galerie 1 & 2 Vernissage: Do 17.09. | 19:00 Uhr Kuratiert von Heidi Brunnschweiler Die Ausstellung Fluid Bodies zeigt fünf künstlerische Positionen, die sich mit aktuellen Fragen bezüglich ... [mehr]

    Eintritt FREI
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  • Sa 19.09.
    17:00 Uhr
    (un)masking – Masken-Edition | Hannah Kindler & Nika Timashkova
    +

    Öffnungszeiten Fluxus Restaurant: Mi-Sa | 17-22 Uhr   Die Edition der künstlerischen Masken von Hannah Kindler und Nika Timashkova ist im Foyer und ... [mehr]

    Eintritt Eintritt frei
    Zu den Details »
Kommende Veranstaltungen
  • Galerie für Gegenwartskunst
Foto: Nicole Bachmann, or what is, 2019.

Fluid Bodies

Nicole Bachmann (CH) | Natascha Schmitten (DE) | Denise Blickhan (DE) | JJ Levine (CA) | Jake Elwes (UK)

So 20.09. | 14:00 Uhr

Ausstellung mit Performance: Fr 18.09.– So 01.11. | Galerie 1 & 2
Vernissage: Do 17.09. | 19:00 Uhr

Kuratiert von Heidi Brunnschweiler

Die Ausstellung Fluid Bodies zeigt fünf künstlerische Positionen, die sich mit aktuellen Fragen bezüglich körperlicher Selbstbestimmung und Selbstgestaltung befassen.
Durch einen Liberalisierungsprozess, der in den 1960er Jahren einsetzte, wurden feste Vorstellungen, wie Körper auszusehen, sich zu verhalten haben oder repräsentiert werden sollen, flexibel und fließend. In der Kunst glaubte man an die emanzipatorische Kraft neuer Medien, erprobte ein künstliches Selbst mit wandelbaren und frei zu gestaltenden Körpern. Heute kommen durch soziale Medien und neue Überwachungstechnologien abermals normative Vorstellung von Körpern auf. Die Ausstellung Fluid Bodies zeigt, welchen Spannungsfeldern menschliche Körper durch ökonomische Verhältnisse und digitale Medien heute ausgesetzt sind.

Nicole Bachmann (Zürich) setzt sich in ihrer Performance „or what is“ mit menschlicher Kommunikation unter Bedingungen des neoliberalen Informationskapitalismus’ auseinander. Drei Performerinnen führen mehrheitlich repetitive, isolierte Bewegungen aus, so als wären sie von einer unsichtbaren Maschine oder einem Algorithmus gesteuert. In unterschiedlichen Intervallen finden sie aus ihrer Isolierung heraus und werden zu einer Gemeinschaft von Körpern und Stimmen, die miteinander kommunizieren.

Natascha Schmitten (Köln) experimentiert mit der Art und Weise, wie Körper in der digitalen Bildkultur im Medium der Malerei dargestellt werden können. Traditionell wird Malerei als eher statisches Medium betrachtet. Natascha Schmitten sucht in ihrer Malerei nach Mitteln und Wegen, Körper dynamisch, fließend und beweglich erscheinen zu lassen. Dazu verwendet sie Nylon als Trägermaterial. Nylon ist lichtdurchlässig und bringt den durch viele Lasuren aufgetragenen Farbraum wie auf einem Bildschirm zum Vibrieren.

Denise Blickhan (Weimar) befragt in ihrem Performance-Zyklus MEDUSA stereotype Darstellungen von Frauenkörpern in den sozialen Medien. Mit ihren multimedial bespielten Installationen mit Live-Musik und Gesang inszeniert sie tradierte Schönheitsideale und gesellschaftliche Machtstrukturen. Ihre irisierenden Solo-Shows nehmen eine emotionale Untersuchung des Rollenverhalten einer narzisstischen Smart-Phone-Kultur vor.

JJ Levine (Montreal) erforscht in seinen fotografischen Porträts der Queer-Community in Montreal Darstellungsmöglichkeiten von mehrfachen Identitäten und Geschlechtsfluidität. In seinen Fotografien werden herkömmliche soziale und biologische Geschlechtervorstellungen von weiblich und männlich hinterfragt und erweitert. Seine Bilder zeigen z. B. Menschen wie den schwangeren Harry, ein transsexueller Mann, der einen physischen Zustand verkörpert, der traditionell dem weiblichen Subjekt vorbehalten ist.

Jake Elwes (London) interessiert sich für den Umgang von künstlicher Intelligenz mit genderfluiden Körpern. Seine webbasierte Arbeit Zizi legt die Wirkung der heutige Erkennungs- und Überwachungstechnologien offen. Sie bestimmen z. B. Merkmale falsch, wenn sie nicht dem herkömmlichen Schema von weiblich und männlich entsprechen. Elwes nutzt die Fehlleistungen von Künstlicher Intelligenz, um ineinanderfließende Gesichter zu erzeugen, die sich dem Zugriff von Gesichtserkennung entziehen.

Die Performance von Nicole Bachmann wird unterstützt von / Nicole Bachmann’s performance is supported by Pro Helvetia I Gwärtler Stiftung, Basel | Stiftung Landesbank Baden-Württemberg.

Veranstaltungen:

Nocturne: Fr 18.9.2020: Ausstellung von 18 bis 22 Uhr geöffnet
20 Uhr | Öffentliche Führung (E-WERK, Galerie 1)
21 Uhr | Performance Denise Blickhan (E-WERK, Galerie 2)

Performance Nicole Bachmann
Do 17.9.2020 | 19 Uhr
Sa 19.9.2020 | 15 und 17 Uhr
So 20.9.2020 | 15 und 17 Uhr
E-WERK, Bildhauerhalle

Performance Denise Blickhan
Do 17.9.2020 | 21 Uhr
Fr 18.9. | Sa 19.9. 2020 || jew. 18 Uhr und 21 Uhr
Fr 30.10. | Sa 31.10.2020 || jew. 18 Uhr
So 1.11. 2020 | 17 Uhr
E-WERK, Galerie 2

Vortrag
Di 27.10.2020 | 19 Uhr || Jake Elwes: Artificial Intelligence and Contemporary Art, in Englischer Sprache
E-WERK, Kammertheater

Öffentliche Führungen
Fr 18.09.2020, 20 Uhr
So 27.09. | So 18.10. | So 01.11.2020 || jew. 16 Uhr
E-WERK, Galerie 1

**********

EN

Fluid Bodies
Nicole Bachmann (CH) | Natascha Schmitten (DE) | Denise Blickhan (DE) | JJ Levine (CA) | Jake Elwes (UK)

Curated by Heidi Brunnschweiler

Exhibition and Performance: Fri 18/9–Sun 1/11/2020
Opening: Thu 17/9/2020 | 7pm

The exhibition Fluid Bodies presents five artistic perspectives on current issues of bodily self-determination and self-design. Through a process of liberalization that began in the 1960s, fixed notions of how bodies should look, behave or be represented became flexible and fluid. Artists believed in the emancipatory power of new media, tested artificial selves with bodies that could be changed and freely formed. Today, social media and new surveillance technologies have once again created standard notions of bodies. Fluid Bodies addresses the pressure to which human bodies are exposed today as a result of economic conditions and the digital media.

In her performance or what is Nicole Bachmann (Zurich) explores the verbal and physical communication of human bodies under the conditions of neoliberal information capitalism.
Three performers carry out mostly repetitive, isolated movements, as if they were controlled by an invisible machine or an algorithm. At different intervals they come out of their isolation and become a community of bodies and voices, interacting with each other.

Natascha Schmitten (Cologne) experiments with the way bodies in the digital image culture can be represented in the medium of painting. Traditionally, painting is considered a rather static medium. Natascha Schmitten seeks ways and means of making bodies appear dynamic, fluid and moving. To this end, she uses nylon as a support. Nylon is translucent and makes the color space created by many layers vibrate like on a screen.

Denise Blickhan (Weimar) considers in her performance cycle MEDUSA stereotypical representations of female bodies in social media. With her multimedia installations featuring live music and singing, she stages traditional ideals of beauty and social power structures. Her iridescent solo shows undertake an emotional investigation of behavioural models of a narcissistic smartphone culture.

In his portraits of the queer community in Montreal, JJ Levine (Montreal) explores WAYS of depicting multiple identities and gender fluidity. In his photographs, traditional social and biological sex conceptions of female and male are questioned and expanded. His images show, for example, people like the pregnant Harry, a transgender man embodying a physical state traditionally reserved for the female subject.

Jake Elwes (London) is interested in how artificial intelligence copes with gender-fluid bodies. His web-based work Zizi reveals the effects of todays recognition- and surveillance- technologies. For example, these technologies identify features incorrectly if they do not correspond to the conventional female and male stereotypes. Elwes uses the failures of artificial intelligence to create merging faces that elude the access of facial recognition.

Events:

Late night opening: Fri 18/9/2020: Galleries open till 10 pm
8pm Guided Tour (E-WERK, Galerie 1)
9pm Performance by Denise Blickhan (E-WERK, Galerie 2)

Performance Nicole Bachmann
Thu 17/9/2020 | 7pm

Sat 19/9/2020, 3pm and 5pm
Sun 20/9/2020, 3pm and 5pm
E-WERK, Bildhauerhalle

Performance Denise Blickhan
Thu 17/9/2020, 9pm
Fri 18/9 I Sat 19/9/2020 | both at 6pm & 9pm
Fri 30/10 I Sat 31/10 | both at 6pm
Sun 1/11/2020, 5pm
E-WERK, Galerie 2

Lecture | Artists Talk
Tue 27/10/2020 | 7pm | Jake Elwes: Artificial Intelligence and Contemporary Art (in English)
E-WERK Kammertheater

Guided Tours
Fri 18/9/2020, 8pm
Sun 27/9 | Sun 18/10 | So 1/11 2020 | all at 4 pm
E-WERK, Galerie 1

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Öffnungszeiten Galerie für Gegenwartskunst im E-WERK:
Do & Fr jew. 17:00-20:00 Uhr | Sa 14:00-20:00 Uhr | So 14:00-18:00 Uhr

Eintritt frei

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  • Galerie für Gegenwartskunst

Fluid Bodies

Nicole Bachmann (CH) | Natascha Schmitten (DE) | Denise Blickhan (DE) | JJ Levine (CA) | Jake Elwes (UK)

Do 24.09. | 17:00 Uhr

Ausstellung mit Performance: Fr 18.09.– So 01.11. | Galerie 1 & 2 Vernissage: Do 17.09. | 19:00 Uhr Kuratiert von Heidi Brunnschweiler Die ... [mehr]

  • Galerie für Gegenwartskunst

Fluid Bodies

Nicole Bachmann (CH) | Natascha Schmitten (DE) | Denise Blickhan (DE) | JJ Levine (CA) | Jake Elwes (UK)

Fr 25.09. | 17:00 Uhr

Ausstellung mit Performance: Fr 18.09.– So 01.11. | Galerie 1 & 2 Vernissage: Do 17.09. | 19:00 Uhr Kuratiert von Heidi Brunnschweiler Die ... [mehr]

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