• Galerie für Gegenwartskunst
Foto:©MarcDoradzillo, Johannes Willi & Daniel Lara, DJ Duft..., 2018

In a World of Endless Rainfall: Natur als Choreografie des Werdens

Mit Arbeiten von Ika Huber | Johannes Willi & Daniel Lara | Lucia Schmuck | Pauline v. Angerer | Sylvia Schedelbauer | Tino Sehgal

Sa 23.06. | 14:00 Uhr

Vernissage | Fr, 11. Mai 2018

// 19.00 Uhr Eröffnung & Begrüßung im Foyer
// 20.00 Uhr Performance Johannes Willi & Daniel Lara, Galerie 2

Ausstellung | Sa, 12. Mai – So, 24. Juni 2018

// Superstar der Immaterialität – Badische Zeitung Artikel vom Montag, 11. Juni 2018

Eine Schau in Freiburg erkundet das Verhältnis von Natur und Mensch (veröffentlicht am Do, 24. Mai 2018 um 20:24 Uhr auf badische-zeitung.de)

Die Ausstellung In a World of Endless Rainfall stellt künstlerische Arbeiten vor, die sich mit dem Verhältnis von Mensch und Natur neu beschäftigen. Sie hinterfragen die fürs westliche Denken charakteristische Trennung der Bereiche und entwerfen erweiterte Beziehungsformen. Dinge, Tiere, Lebewesen sind allesamt instabile Assemblagen, die sich unablässig beeinflussen und gegenseitigen Respekt fordern. Ein beherrschendes, ausbeuterisches Naturverständnis weicht einer Choreografie des Werdens, die auf Austausch und Durchlässigkeit beruht.

Ika Huber (Freiburg i. Br.) arbeitet mit vegetabilen und floralen Formen. Ihre Malerei ist von einer dynamischen Beziehung zur Natur geprägt, die an asiatische Kalligrafie anklingt. Im Gegensatz zu einem Naturverständnis, das Dinge und Vorgänge zu beherrschen versucht, geht es der Künstlerin um Gewähren- und Wachsenlassen.

Pauline v. Angerer (Erlangen) kartografiert ihre Umgebung, indem sie Blüten, Samen und Früchte von Pflanzen sammelt und zu Halsketten verarbeitet. Die fragilen Objekte erinnern an kindliches Tun und an eine romantische Naturauffassung. Herkunft und Kulturgeschichte der Pflanzen verweisen auf die Natur als Rohstoff und Konsumgut im kapitalistischen System.

Lucia Schmucks (Nürnberg) Papierarbeiten stehen in der langen Tradition der Pflanzendarstellung, die aus naturwissenschaftlichen Studien und der Erfassung der vegetativen Schönheit entstand. Als Mischformen thematisieren sie den sezierenden Blick wie eine empfängliche offene Sensibilität.

Johannes Willi (Basel) & Daniel Lara (Mexico City) beschäftigen sich in der ortsspezifischen Installation DJ Duft juega con tus sentimientos mit der animistischen Umweltauffassung indigener Völker und der heilenden Wirkung von Klang. Durch die eingezogenen Basssaiten wird der künstliche Wald zum Klangkörper. Darauf spielen Willi und Lara ihre neuen Kompositionen.

In Wishing Well (2018) verwendet Sylvia Schedelbauer (Berlin) Found Footage eines Naturfilms aus den 1970er-Jahren und verarbeitet es zu einem Flicker-Film. In der Gleichzeitigkeit der unterschiedlichen Bildschichten wird die Zerstörung des menschlichen Lebensraums unterschwellig angeprochen.

Ann Lee & Marcel (2016) ist eine Arbeit von Tino Sehgal, die sich mit der Manga-Figur Ann Lee beschäftigt. Sehgal erweckt sie in Ann Lee (2011) zum Leben. Sie verlässt ihr Dasein als flache Gestalt der Animationsfilme der Künstler Pierre Huyghe und Philippe Parreno und tritt in den dreidimensionalen Raum der Menschen. 2016 greift Sehgal in „Ann Lee & Marce“l die Figur erneut auf, um grundlegende Fragestellungen heutigen Menschseins zu behandeln.

//Booklet DE

//Booklet EN Version

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// Kunstnachmittag: Führung durch die Ausstellung: Immer Sonntags 16 Uhr | Treffpunkt Galerie 1

Termine:
Mai: 13.5. | 27.5.
Juni: 03.6. | 10.6. | 24.6.18

// Workshop: Sentir es jugar
Mit den Künstlern Johannes Willi & Daniel Lara

Termine:

SA, 12 Mai 2018, 11–13 Uhr | Galerie 2 (DE/ES)
SO, 13. Mai 2018, 11–13 Uhr | Galerie 2 (DE/ES)

// TINO SEHGAL im Rahmen der Ausstellung In a World of Endless Rainfall

Ein Kunstprojekt während des Freiburg Festivals: Ann Lee und Marcel, (2016).

Fr, 08. Juni – Sa, 16. Juni 2018 | Die Choreografie ist zu den üblichen
Galerie Öffnungszeiten in der Bilderhauerhalle zu sehen:
Do & Fr 17 h – 20 h | + Di 17 h – 20 h | Sa 14 h – 20 h | So 14 h – 18 h

// Finissage | So, 24.6 um 17 Uhr, Talk & Diskussion im Kammertheater, E-WERK

ÖFFNUNGSZEITEN GALERIE 1 & 2 Do & Fr 17 h – 20 h | Sa 14 h – 20 h | So 14 h – 18 h

[EN]

The exhibition In a World of Endless Rainfall presents artistic works that deal with the relationship between man and nature. They question the opposition between these areas that is characteristic of Western thinking by extended forms of their intertwining. A dominant, exploitative understanding of nature gives way to a choreography of becoming, based on exchange and permeability.

Ika Huber (Freiburg i Br.) works with vegetal and floral forms. Her painting outlines a dynamic relationship to nature, reminiscent of Asian calligraphy. In contrast to a hierarchical understanding of nature that attempts to control, the artist is committed to a process of allowing and enabling.

Pauline v. Angerer (Erlangen) maps her surroundings by collecting blossoms, seeds and fruits from flowers and plants, which she making into necklaces. The fragile objects are reminiscent of child`s play and a romantic notion of the natural world. By alluding to the provenance and cultural history of plants, Angerer`s objects refer to nature as a raw material and commodity in the capitalist system.

Lucia Schmuck’s (Nürnberg) paper works stand in the long tradition of plant representation, which emerged from scientific studies and the depiction of vegetative beauty. As mixed forms, they reveal an anatomizing approach as well as a receptive open sensitivity.

Playing with the healing effect of sound Johannes Willi (Basel) & Daniel Lara (Mexico City) address an animistic world view common with indigenous people in their new site-specific installation DJ Duft juega con tus sentimientos. Bass strings attached to their artificial forest transform the installation into resonating body. On this instrument Willi’s and Lara’s new compositions will be played.

In Wishing Well (2018), Sylvia Schedelbauer (Berlin) uses found footage of a nature film from the 1970s and processes it with other found images into a flicker movie. In the simultaneous layering of different sources, the destruction of the human activity is addressed.

Ann Lee & Marcel (2016) is a work by Tino Sehgal, which deals with the manga character Ann Lee. Sehgal brings her to life in Ann Lee (2011). Thereby she leaves her existence as a flat figure in the animated films of the artists Pierre Huyghe and Philippe Parreno and enters the three-dimensional world of human beings. In 2016, Sehgal revisits the figure in Ann Lee & Marcel to deal with basic issues of the human condition today.

EVENTS:

//Fri, 11 May 2018, Opening Exhibition | 7 pm

//Sat 12 May 2018, Workshop, Johannes Willi & Daniel Lara, Galerie 2 | 11-13 h
Sun 13 May 2018, Workshop, Johannes Willi & Daniel Lara, Galerie 2 | 11-13 h

//Fri 8 – Sat 16 June 2018, Tino Sehgal, Choreography „Ann Lee & Marcel“, 2016.
Freiburg Festival, during opening hours of Galerie für Gegenwartskunst, E-WERK
Special opening times Tue, 12th June 2018, 5 – 8 pm

//Guided Gallery Tour: always Sunday 13 May, 27 May, 3 June, 10 June, 24 June | 4 pm (in german)

// Finissage, 24th June 2018 | Kammertheater | 5 pm

Gefördert durch: Pro Helvetia, Kulturelles Basel-Stadt, Stiftung Landesbank Baden-Württemberg, Förderverein E-WERK


  • So 24.06.
    14:00 Uhr
    In a World of Endless Rainfall: Natur als Choreografie des Werdens
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    Vernissage | Fr, 11. Mai 2018 // 19.00 Uhr Eröffnung & Begrüßung im Foyer // 20.00 Uhr Performance Johannes Willi & Daniel Lara, Galerie 2 Ausstellung | Sa, 12. Mai - So, 24. Juni ... [mehr]

  • So 24.06.
    16:00 Uhr
    Öffentliche Führung | In a World of Endless Rainfall
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    // Immer Sonntags finden für die Ausstellung In a World of Endless Rainfall öffentliche Führungen statt. Wir bieten allen interessierten BesucherInnen einen Einblick in die aktuelle Ausstellung. Unser ... [mehr]

    Eintritt frei
    Zu den Details »
  • So 24.06.
    17:00 Uhr
    Finissage | In a World of Endless Rainfall
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    Zur Finissage aktiviert Johannes Willi seine Installation DJ Duft juega con tus sentimientos noch einmal. Zu Beginn der Ausstellung verschaffte ihr der mexikanische Sound-Künstler Daniel Lara durch harmonische Klänge Gehör, die in der indigenen Kultur Lateinamerikas ... [mehr]

    Eintritt FREI
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Kommende Veranstaltungen
  • Galerie für Gegenwartskunst
Foto: ©Edith Maryon Kunstschule

Relação – Diplomausstellung der Edith Maryon Kunstschule

Vernissage
Fr 29.06. | 18:30 Uhr

Die Absolventinnen der Edith Maryon Kunstschule für Bildhauerei in Munzingen präsentieren in
Galerie für Gegenwartskunst ihre Diplomabschlussarbeiten.

Unter dem Titel Relação – portugiesisch: Beziehung stellen Felicitas Adobatti, Sabrina Braun, Claudia Borowsky, Wiebke Cohrs, Monika Hagen, Stephanie Legat und Terezinha Malaquias die Werke ihres Diplomjahres an der EMK für Bildhauerei aus.
So unterschiedlich die Materialien, Themen und Darstellungsmittel sind – es besteht eine Beziehung zwischen den 7 Künstlerinnen und ihren Arbeiten.

Äußerliche und atmosphärische Bewegungen, sowie das innerlich bewegt sein, sind die Experimentierfelder auf denen sich Felicitas Adobatti momentan bewegt.
Sie arbeitet schon seit einigen Jahren mit Druckgrafik, Film und Rauminstallationen.

Sabrina Braun arbeitet künstlerisch oft in Serien. Dadurch kann sie alle Aspekte eines Themas greifen. Sie schöpft dabei auch die Vielfalt der Materialien aus:
Stoff, Draht, Metall, Fett, Gips…Von der Haut bis zur Hülle ist ihr aktuelles Thema.

Claudia Borowsky beschäftigt sich mit der Frage, wie das Material mit seiner Eigendynamik den Werkentstehungsprozess und den Inhalt einer Arbeit mitbestimmt. Sie setzt das Material als passiven und aktiven Rohstoff und den Menschen als Formenden und Handelnden zueinander in Beziehung.

Stücke, die das Innerste berühren und bewegen und den Betrachter nicht mehr loslassen. Das ist, was Wiebke Cohrs berührt und antreibt. Liebe zur Form, zu Farbe, zu Natur. Sie schnitzt zur Zeit vorwiegend freie Formen aus Obstbaumholz.

Monika Hagen tastet sich behutsam an ihren Ausdruck heran. In prozesshaftem Arbeiten mit Gipsabdrücken, Holzarbeiten und Fotografie beschäftigt sie sich mit dem Thema Mensch-sein und Auf-eigenen-Füßen-stehen.

Stephanie Legat erspielt sich mit ihrer installativen Arbeit einen Freiraum. Neugierde steht am Anfang ihres spielerischen Prozesses in dem sie mit Stoffen, Farben, Wolle, Papier experimentiert; Altes durchbricht und neue Beziehungen herstellt.

Die gebürtige Brasilianerin Terezinha Malaquias arbeitet schon seit Jahren als Performancekünstlerin. Ihr Thema ist der Mensch in der Gesellschaft. Sie äußert Kritik an Zuständen und Verhältnissen. In ihrem Film bearbeitet sie ihre Erfahrungen als Kunstmodell.

// Vernissage Fr, 29.6.2018 | 18.30 Uhr

// Performance Terezinha Malaquias | 19 Uhr Galerie 2

// Ausstellung: Sa, 30.6.2018 – So, 8.7.2018

Eintritt frei

// Öffnungszeiten:

Di – Fr jeweils 17-20 Uhr
Sa jeweils 14-20 Uhr, So jeweils 14-18 Uhr

// Begleitprogramm:

An beiden Sonntagen sind die Künstlerinnen jeweils 16-17 Uhr anwesend.

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Relação – Diplomausstellung der Edith Maryon Kunstschule

Sa 30.06. | 14:00 Uhr

Die Absolventinnen der Edith Maryon Kunstschule für Bildhauerei in Munzingen präsentieren in Galerie für Gegenwartskunst ihre ... [mehr]

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Relação – Diplomausstellung der Edith Maryon Kunstschule

So 01.07. | 14:00 Uhr

Die Absolventinnen der Edith Maryon Kunstschule für Bildhauerei in Munzingen präsentieren in Galerie für Gegenwartskunst ihre ... [mehr]

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