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Kontexturen ⎮Hannah Kindler und Oliwia Hälterlein  04.02. – 28.04.

 

 

 

Wir starten unser Programm 2019 mit der Residenz von Hannah Kindler und Oliwia Hälterlein, die über drei Monate im KABUFF ihre unterschiedlichen Arbeitsansätzen in den Themenbereichen Kunst, Kostüm, Theater und Text zusammenführen. Während ihrer Residenz wollen sie mithilfe ihrer Arbeit und dem Input von Besucher*innen ein Projekt ausführen, dass zugewiesene (Geschlechter-)Stereotypen und Rollen in der Gesellschaft beleuchtet und kritisch hinterfragt.

Hannah Kindler wird aus gefundenen Klamotten ein Fundus an Kleidungsstücken kreieren, welche teils mit Bedeutung aufgeladen und teils körperfremd sind und den Körper verfremden.

Dazu wird Oliwia Hälterlein ein buntes Potpourri aus Textfragmenten und Sätzen zur Verfügung stellen: aus bekannten Werken, von einflussreichen Autor*innen, aus Manifesten aber auch Glaubenssätze und Alltagsfloskeln.

Gemeinsam mit den Besucher*innen soll aus dem Zusammenspiel von Kostümen, Texten und deren Interpretation ein neuer Kontext entstehen, der in Form von Fotos oder Video festgehalten wird. Mit Hilfe der Künstler*innen können Kostüme und Texte ausgesucht und zusammengestellt werden – womit die Teilnehmer*innen mit verschiedenen Aspekten ihrer Persönlichkeit oder ihres Selbstverständnisses experimentieren können. Die Besucher*innen sind außerdem dazu eingeladen selber Texte oder Kleider mitzubringen und/oder eine Kurz-Szene zu entwickeln und dadurch zu einem Teil der künstlerischen Arbeit zu werden.

Die Idee dabei ist, Klischees und Rollen kritisch zu beleuchten und durch eine Vermischung der verschiedenen Ebenen neue „Charaktere” ohne klare Kategorien zu erschaffen. Erwünscht ist, dass sich durch partizipatives Schaffen diverse Ideen, Vorstellungen, Texte und Materialien der Teilnehmer*innen manifestieren, ohne Vorlage und Skript, und sich so Dynamiken ergeben, die über die individuelle Schaffensarten der Künstler*innen hinausgehen.

 

Oliwia Marta Hälterlein, geboren in Polen, ist freischaffender Theatermensch. Sie lebt in Freiburg und arbeitet seit 5 Jahren als Dramaturgin und Regieassistentin in Österreich, Luxemburg, Deutschland – in Stadttheatern, auf OFF-Bühnen, in der freien Szene und auf internationalen Theaterfestivals.

Zuvor studierte sie Slawistik (BA), Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft und Theaterwissenschaft (MA) in Salzburg, Krakau und Berlin. Sie arbeitete schon während des Studiums als Theaterkritikerin für DrehPunktKultur, als Regie- und Dramaturgieassistentin am Schauspielhaus Salzburg und ist seit 2017 gemeinsam mit dem interdisziplinären und multinationalen Theaterkollektiv Independent Little Lies (ILL) an verschiedenen luxemburgischen Theaterhäusern und internationalen Festivals als Dramaturgin unterwegs. Die Spielzeit 2017/18 war sie außerdem Gast-Dramaturgin am Jungen Theater Freiburg und hat mit dem Leiter Graham Smith und der „School of Life and Dance“ generationsübergreifendes und zeitgenössisches Tanztheater inszeniert.

Soziokulturelle Projekte mit Heranwachsenden und der Feminismus des 20. und 21. Jh. sind ihre Interessensgebiete. Sie gründete die Fem-Görls*-Theater Gruppe im ArTik e.V. und erarbeitet derzeit ein feministisches Mädchentheater-Projekt im Stadtteil Weingarten.

Hannah Kindler ist eine in Freiburg lebende Künstlerin, die sich zwischen verschiedenen Materialien und Disziplinen wie Weben und Performance, Kleidung und Video, Schreiben und Stricken, Zeichnen und Rauminstallationen bewegt. Im Zentrum ihres Schaffens steht das Interesse für Textil – als Material für (tragbare) Skulpturen, als Bedeutungsträger persönlicher Geschichten und als Kulturtechnik, durch welche sich soziale, ästhetische, historische, und ökonomische Prozesse erschließen lassen. Die Geschichten, die ihre Arbeiten erzählen, basieren auf nicht hierarchischen Methoden der Wissensproduktion wie zum Beispiel Kollaboration, Partizipation mit dem Publikum oder Interviews.

Kindler studierte an der Rietveld Academie in Amsterdam (BA) und bei DAI Art Praxis in Arnhem (MA). Sie hat an internationalen Ausstellungen und Residenzprogrammen in verschiedenen Ländern teilgenommen, darunter Indien, Frankreich, Bulgarien, denNiederlanden und Deutschland. Sie erhielt unter anderem Förderungen des Mondriaan Fonds, des Stimuleringfonds, des Barbas van der Klaauw Fonds sowie des Prins Bernard Culture Fonds.

 

Veranstalltungen

13.03. 19-22 Uhr
Auftakt mit einer ersten Präsentation von dem Fundus an Kostümen und Texten

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27. und 28.04. jeweils 19-22 Uhr
Abschlusspräsentation der entstandenen Zusammenarbeiten mit den Besuchern

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KABUFF

in der Bildhauerhalle, E-WERK Freiburg

Eschholzstr. 77

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