• KABUFF
© Lisa Nürnberger, Optionen, 2025

Lisa Nürnberger

KABUFF Residency 2026

Fr 15.05 - Mi 15.07

//DE

Im Rahmen der KABUFF Residency widmet sich Lisa Nürnberger der zeichnerischen Erfassung von Häuserfassaden in Freiburg. Im Mittelpunkt stehen dabei geflieste Wände sowie durch die Zeit gealterte Oberflächen, die durch natürliche oder menschlich herbeigeführte Einflüsse Veränderungen aufweisen und dadurch ungewöhnliche visuelle Spannungen erzeugen.

Durch präzise Zeichnungen und Skizzen untersucht sie unterschiedliche Fassaden und richtet ihren Fokus insbesondere auf die Texturen, Farben und Muster der Fliesen und Oberflächen. Die entstandenen Zeichnungen dienen als Grundlage für malerisch-skulpturale Arbeiten, in denen Fliesen mit weiteren Baumaterialien wie Beton, Holz und Spachtel sowie mit Motiven aus den zeichnerischen Studien verbunden werden.

Das Projekt verfolgt das Ziel, nicht nur die ästhetischen Qualitäten der Fassaden sichtbar zu machen, sondern auch die Geschichten besonderer Orte und Gebäude zu erkunden.

Die schimmernden Fliesen, häufig in lebendigen Farben und abwechslungsreichen Mustern gestaltet, verleihen urbanen Räumen eine unverwechselbare Identität. Diese Fassaden erfüllen nicht nur funktionale Zwecke, sondern sind zugleich Ausdruck kulturellen Erbes und handwerklicher Kunstfertigkeit. Im Verlauf der Zeit tragen die Wände zunehmend Spuren ihrer Alterung, die für die Künstlerin von besonderem Interesse sind. Risse, Abplatzungen und Verfärbungen erzählen von der Beziehung zwischen Mensch und Raum sowie von den kontinuierlichen Veränderungen, denen diese Strukturen ausgesetzt sind.

Lisa Nürnberger studierte Bildhauerei bei Tobias Rehberger an der Städelschule in Frankfurt sowie Malerei, Zeichnung und Performance an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach bei Heiner Blum. Gleichzeitig produziert sie seit 2018 elektronische Musik für Club-Settings und Kunstperformances. Im Jahr 2021 betrieb sie das Atelier und den Ausstellungsraum NUERNBERGER in Offenbach, und seit Oktober 2025 leitet sie gemeinsam mit ihrem Kollektiv den Kunstraum HÉROINE in Frankfurt am Main. Seit 2026 arbeitet Lisa Nürnberger zudem unter dem Namen BA Sela.


//ENG

As part of the KABUFF Residency, Lisa Nürnberger dedicates her work to the drawn documentation of building facades in Freiburg. Her focus lies on tiled walls and surfaces aged by time, shaped by both natural and human influences, which create unusual visual tensions for passersby.

Through precise drawings and sketches, she examines a variety of facades, paying particular attention to the textures, colors, and patterns of tiles and surfaces. These drawings serve as the foundation for painterly-sculptural works in which tiles are combined with other building materials such as concrete, wood, and filler, as well as with motifs derived from the drawings themselves.

The project aims not only to reveal the aesthetic qualities of these facades, but also to explore the stories embedded within specific places and buildings.

The shimmering tiles, often designed in vivid colors and diverse patterns, lend urban spaces a distinctive identity. These facades are not merely functional; they also express cultural heritage and artisanal craftsmanship. Over time, the walls increasingly bear traces of aging, which are of particular interest to the artist. Cracks, chipping, and discoloration speak of the relationship between people and space, as well as the continuous transformations to which these structures are exposed.

Lisa Nürnberger studied sculpture under Tobias Rehberger at the Städelschule in Frankfurt and painting, drawing, and performance at the Hochschule für Gestaltung Offenbach under Heiner Blum. At the same time, she has been producing electronic music for club settings and art performances since 2018. In 2021, she ran the studio and exhibition space NUERNBERGER in Offenbach, and since October 2025 she has been co-directing the art space HÉROINE in Frankfurt am Main together with her collective. Since 2026, Lisa Nürnberger has also been working under the name BA Sela.


© Lisa Nürnberger, Brückenglück: Schau runter und zurück, 2024 (links), Nachts bei Gesicht, 2024 (rechts)