Vorschau | Kabuff

Projekte 2018

 

Mirjam Walter | 14. August bis 30. September

 

Der architektonische Bogen des Kabuffs wird Ort des Machens und Ausstellens. Mirjam Walter möchte im Rundbogen ein überdimensioniertes Heiligenbild, einer nicht heiligen Person, malen:

Beim Besuch der Accademia in Venedig im vergangenen Jahr haben mich die Ikonenbildnisse (u. a. von Bellini und Paolo Veneziano) sehr beeindruckt. Mir gefiel dabei die Intimität der Gesichts- ausdrücke der dargestellten Personen und die Tatsache, dass sich an diesem menschlichen Ausdruck im Laufe der Jahrhunderte nichts geändert hat: eine Mutter schaut heute ihr Kind noch so an wie die Mutter Maria ihren Sohn Jesus im Bildnis anblickt.

Die Ikonen, die mich in der Accademia fasziniert haben, sind aus einer Zeit, in der Ikonen noch Ikonen waren, und sich nicht gegen grell beleuchtete Werbetafeln, Schaufenster und eine Flut von digitalen Bildern im Netz behaupten mussten. Was passiert, wenn ich heute versuche eine Ikone zu malen?

Michael Taussig schreibt, dass es einst einen Unterschied gab zwischen dem Heiligen, und dem Profanen, zwischen dem Taboo und seiner Überschreitung. Heute jedoch scheint die Überschreitung des Tabus selbst das neue Heilige zu werden. Auch gewinnt die Ikone durch ihre Zerstörung an Kraft bzw. wird manchmal erst durch die Zerstörung ikonisch.

Mich interessiert die Frage: Was heißt das für die Kraft der Überschreitung? Wie verändert sich mein Verhältnis zu Kunst und Arbeit, wenn Malerei körperliche Arbeit wird?
Und gleichzeitig: Wie verändert sich das Verhältnis zu meinem Körper, wenn meine Formate über-lebensgroß werden, und ich Geräte benötige, die meinen Körper erweitern?


Simone Körner | 1. bis 30. Oktober

Ein Interdisziplinäres Projekt was sich mit der Idee des Weiterdenkens von Raum, Körper, Gesellschaft und Realität beschäftigt. Simone Körner wird sich in ihrer Arbeit zwischen Mode, Video und Installation aufhalten.

Ab wann wird Körper als Raum begriffen?

Ab wann kann Raum als Körper gesehen werden?

Wie kann Raum mit verschiedenen Grenzen von Realität spielen, dabei das Weibliche anerkennen und würdigen, ohne es sich anzueignen?

Was macht Kleidung mit Identität? Wie kann Material einen Raum kleiden und damit Körper reflektieren?

Das Projekt wir zusammen mit Hannah Froese, Tänzerin, die sich dem Themenkomplex über Bewegung und Tanz annähert, und Bastian Orthmann, Sound Designer, der über Soundperformance/Technik/VR/AR seine Beiträge kreiert, entstehen.


Ella CB | I Can Handle It 1. bis 15. Nov

Ella CB möchte ihren ihren Aufenthalt mit ihrer Performance  „I Can Handle It“ starten. Es handelt sich dabei um ein Dinner, ein soggenantes “normales Abendessen”, allerdings stellt sich dabei heraus, dass es kein “ganz normales” Abendessen ist. Das performative Setting ist hierbei als Trägermaterial zu betrachten, bei dem es viel mehr darum geht eine alltägliche Situation zu überspitzen. Ella CB arbeitet häufig mit Überspitzungen von Emotionen und Gefühlen.

„Ich finde hierbei spannend eine Verschiebung der Perspektive auf etwas Alltägliches herbeizuführen.“


KABUFF

in der Bildhauerhalle, E-WERK Freiburg

Eschholzstr. 77

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