Vorschau | Kabuff

SpaceTime ⎮ Selma Kahoul

August

 

Während ihrem Aufenthalt im Kabuff möchte Selma Kahoul das Verhältnis von künstlerischem Prozess, Kunstwerk und Künstler befragen. Angestrebt ist eine Rauminstallation, bei der eine Videoperformance und im Kabuff angefertigte Objekte in Beziehung zueinander treten.
Im Kabuff werden zwei Videokameras installiert, die ihre Tätigkeiten während der gesamten Arbeitszeit in verschiedenen Einstellungsgrößen filmen. Durch zusätzlich angebrachte Aufnahmegeräte werden alle Geräusche, die beim Arbeiten entstehen ebenso aufgezeichnet.
In der Nachbearbeitung wird das vorhandene Videomaterial als Timelapse konzipiert und dem Rezipient dadurch ermöglicht, den Werdegang und Entstehungsprozess der einzelnen Objekte nachzuvollziehen.
Es entsteht eine Collage an Bild-und Lauteindrücken, die in Form der geschaffenen Objekte für den Rezipienten auch haptisch erfahrbar sein wird.

 


Vivarium ⎮Taissa Fromme

September

 

Biosphären für Pflanzen, Tiere, Mikroben und Pilze und die Untersuchung des Lebens innerhalb dessen Grenzen mittels den Medien Video und Fotografie. Ziel ist die Beleuchtung der ökopolitischen Bedeutung simulierter Lebensräume zur Erforschung und dem Genuss nicht heimischer Flora und Fauna in Europa seit dem Zeitalter des Kolonialismus über die gegenwärtige Domestizierung und Haltung von Tieren und sogenannten Zimmerpflanzen bis hin zu Agrar-Fantasien in extra-terrestrischen Milieus.

Betrachten wir die Haltung von Tieren und Pflanzen so tritt die Erzeugung eines künstlichen Ökosystems auch hier auf. Tiere und Pflanzen sind in domestizierten Bereichen von der menschlichen Kontrolle und Betreuung abhängig und sind für den Besitzer meistens ein Objekt von Nutzen oder Neugierde.
Die kürzlich entstandene Arbeit “Vivarium” (Abb. oben), enthält eine solche künstliche Sphäre. Bestehend aus verschiedenen Arten von Orchideen als auch einer Orchideen-Gottesanbeterin, die sich in ihrer Mimikry hybritisieren. Im Überschreiten der Grenzen ihrer genetischen Identität, greifen beide Lebewesen nach einer optimierten Lebensweise. Ihrem natürlichen Habitat entnommen, leben sie in einer gestalteten Umwelt, die zu ihrem Miniatur Ökosystem wird. Angelehnt an Wardische Kästen, die von England während der Kolonialzeit verwendet wurden um exotische Pflanzen nach Europa zu transportieren, gleich das Vivarium einem geschützten Milieu for immigrierende Spezies. Eingekapselt in einem voll regulierten aber sicheren Safe-Space, bilden sie eine Einheit von intensivierter und zur Schau gestellten, natürlichen Schönheit.

„Vivarium“ ist einer der ersten Arbeiten einer neuen Recherche- und Werkreihe, die Taissa Fromme im KABUFF weiterverfolgen wird.

 


KABUFF

in der Bildhauerhalle, E-WERK Freiburg

Eschholzstr. 77

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