• Kammertheater
Foto: Nadia Lichtig, NOBODY, Series Ghosttrap 2006/2018, courtesy of the Artist.

Nachtstücke: The Sound of Memory

Vortrag von Rahma Khazam, Kunsthistorikerin Paris & performative Lesung "Ghosttrap" mit Nadia Lichtig

Do 15.03. | 19:30 Uhr

Ausstellung: Fr, 16. Februar – So, 25. März 2018

19.30 Uhr, Vortrag Rahma Khazam & performative Lesung Ghosttrap im Rahmen der Ausstellung:

Nachtstücke ist der Titel von E. T. A. Hoffmanns berühmtem Erzählzyklus aus den Jahren 1816/17 mit Geschichten zu unheildrohenden und verdrängten Seiten des Lebens. In der Kunstgeschichte bezeichnet der Begriff bildliche Darstellungen nächtlicher Szenen. Nocturnes als von der Nacht inspirierte Kompositionen werden im 19. Jahrhundert kultiviert.

Die Ausstellung Nachtstücke stellt Arbeiten der Gegenwartskunst ins Zentrum, die dunkle und unterdrückte Ereignisse erkunden, die schliesslich ans Licht gekommen sind. Es geht um die künstlerische Auseinandersetzung mit kollektiver Erinnerung an Kolonialismus und militanten Nationalismus und mit traumatischen persönlichen Erfahrungen. Durch ein vielfältiges Wechselspiel zwischen Bild, Ton und Text kommt es zur Überlagerung von Geschichtsschichten, in denen sich Wissen, Emotion und Nachdenken verbinden.

In der Serie Ghosttrap, 2007/ 2018, setzt sich Nadia Lichtig mit Sigmund Freuds Vorstellung des Unheimlichen auseinander. Mittels Bild und Text erkundet sie traumatische Erfahrungen, die gewöhnlich unterdrückt bleiben, jedoch in entstellten Darstellungen und unzuverlässigen Erzählungen ins Bewusstsein treten. Die Künstlerin sammelt dazu seit 2007 Berichte gewöhnlicher Menschen, die von Angst und Terror erzählen. Diese transkribiert sie in rhythmische Prosa und druckt sie mit fluoreszierender Tinte aus. In der Ausstellung leuchten die Texte wie Botschaften aus dem Unterbewusstsein. Ihnen sind fotografische Nachtaufnahmen in und um Berlin zugeordnet, die in direkter oder indirekter Verbindung mit den Erzählungen stehen oder auch nicht. Durch die lose Zuordnung von Text und Bild zeigen sich die Übergänge von imaginierter und tatsächlicher Erinnerung als fliessend.

 


 

Exhibition: Fri, 16 February – Sun, 25 March 2018

Thu, 15 March 2018, 7.30 pm | Talk: The Sound of Memory in Contemporary Art, with Rahma Khazam, Art Historian Paris & Performative Lecture “Ghosttrap” with Nadia Lichtig, Artist Montpellier,
Kammertheater.

Nachtstücke is the title of E.T. A. Hoffmann’s famous cycle of narration from the years 1816/17 with stories about ominous and repressed sides of life. In art history, the term refers to pictorial representations of nocturnal scenes. Nocturnes as night-inspired compositions are cultivated in the 19th century. The exhibition Nachtstücke places works of contemporary art at the center that explore dark and repressed events that have finally come to light. It is about the artistic confrontation with collective memories of colonialism and militant nationalism and with traumatic personal experiences. Through a varied interplay between image, sound and text, layers of history overlap, combining knowledge, emotion and reflection.

In the series Ghosttrap, 2007/ 2018, Nadia Lichtig deals with Sigmund Freud’s idea of the uncanny. Using images and texts, she explores traumatic experiences that usually remain suppressed, but which come to consciousness in distorted depictions and unreliable narratives. The artist has collected since 2007 reports of ordinary people who tell of fear and terror. She transcribes them into rhythmic prose and prints them out with fluorescent ink. In the exhibition, the texts shine like messages from the subconscious. They are assigned to photographic night shots, taken in and around Berlin, which are in direct or indirect connection with the stories or not. Through the loose association of text and image, the transitions between imagined and actual memory become fluid.

 


 

Weitere Veranstaltungen/ Events:

So, 25. März 2018 | Finissage 17.00 Uhr: Werkpräsentation mit Theo Eshetu (Künstler Berlin), Kammertheater

 

>> NEU! Sonntags 16 –17 Uhr, Führung durch die Ausstellung, Treffpunkt Galerie I
Termine:
So, 18.02., 25.02., 4.03., 11.03., 18.03., 25.03.2018

 

Eintritt frei

 


 

ÖFFNUNGSZEITEN GALERIE 1 & 2 Do & Fr 17 h – 20 h | Sa 14 h – 20 h | So 14 h – 18 h

Eintritt frei
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