• Galerie für Gegenwartskunst
  • Galerie 1; Galerie 2
Foto: Héloïse Delègue, Spooning Sucks, 2019, Detail, Courtesy of the Artist.

Doppelausstellung: Im Zeitalter der Selbstoptimierung

Héloïse Delègue: Spooning Sucks | Hanako Geierhos: Spirit Bodies

Fr 21.06. | 17:00 Uhr

Ausstellungsdauer: Sa 25.5. – So 30.6.2019

Kuratiert von Heidi Brunnschweiler

Héloïse Delègue, Spooning Sucks | Galerie 1

In ihrer ortsspezifischen Installation „Spooning Sucks“ schafft Héloïse Delègues eine poetische Intervention aus Text, Malerei und Video. Darin entsteht ein fiktiver Dialog zwischen zwei Protagonisten, die sich in einem imaginären Raum unter einem Fuß mit Warze und einem Teppich zu entwickeln scheinen. Eine abstrakte Körper-Silhouette bildet das räumliche Zentrum ihrer Arbeit.

Die Installation versteht die Künstlerin als Fresko aus verschiedenen Körpern, das Zeichen und Bedeutung räumlich abbildet. Die Künstlerin konstruiert die Haut dieses künstlichen Körpers als Relief aus Zeichnungen, Texten und Stoffen. Die collagierte Haut fungiert als diskursive Inschrift, die den Körper formt und diszipliniert. Gleichzeitig schafft diese Haut eine Realität, die dem Zugriff der Zurichtung widersteht. Videos öffnen die Oberfläche wie künstliche Fenster auf andere Bereiche.

Ihre Arbeit befasst sich mit dem Narzissmus in Zeiten des hyperindividuellen Neoliberalismus. Héloise Delègue, *1985, französische Künstlerin, lebt und arbeitet in London.

[EN]

In her site-specific installation „Spooning Sucks“ Héloïse Delègues proposes a poetic intervention that incorporates text, painting and video. The narrative emerges from a fictional dialogue between two protagonists who seem to evolve in an imaginary space that is located simultaneously underneath a foot with a wart and a softly carpeted room.

Delègue understands the installation as a fresco of different bodies that spatially maps signs and meaning. The artist constructs the skin of this artificial body in relief from drawings, texts and fabrics. The collaged skin functions as a discursive inscription that shapes and disciplines the body. At the same time, this skin creates a reality that resists access of the discursive power on the body. Videos open the surface like artificial windows onto other realms.

Her work reflects the rise of narcissism in times of hyper-individual neoliberalism. Héloise Delègue, *1985, French artist, lives and works in London.

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Hanako Geierhos, Spirit Bodies | Galerie 2

Hanako Geierhos schafft mit ihren partizipativen Skulpturen Räume für
Kommunikation. Sie will im und mit dem Raum Kommunikation auslösen und die Grenzen des sozialen Miteinanders ausloten. Sie beschäftigt sich mit der Frage, welche Räume und Orte unsere Gesellschaft braucht, um sich über ihre Verfassung, ihre Anliegen, Probleme und die zukünftige Gestaltung des Gemeinwesens auszutauschen.

In Freiburg widmet Hanako Geierhos ihre Installation dem japanischen Raumkonzept „Ma.“ Es beschreibt die Wahrnehmung von Raum oder Ort. Ma meint keine geschlossene dreidimensionale Einheit, sondern ein Bewusstsein für einen Ort als Platz der zentralen Aktivität, so wie es Hans Scharoun beschrieben hat. „Ma“ nimmt Form an in der Vorstellung des Menschen, der Raum erfährt. „Ma“ ist für Geierhos ein Erfahrungsraum, den sie durch Konversationen im Verlauf der Ausstellung aktivieren wird.

Hanako Geierhos, *1974 Hamburg, lebt und arbeitet in Berlin

[EN]

With her participative sculptures Hanako Geierhos creates spaces. In and with these spaces she wants to initiate communication and explore the limits of social interaction. She deals with the question of which spaces and places our society needs in order to enhance people to exchange their concerns, problems and the future shaping of community.

In Freiburg Hanako Geierhos dedicates her installation to the Japanese spatial concept of „Ma“. „Ma“ does not mean a closed three-dimensional unit, but an awareness of a place as a place of central activity, as Hans Scharoun described it. „Ma“ takes shape in the imagination of the human being who experiences the space. For Geierhos, „Ma“ is a space of experience, an „experiential place“.

Hanako Geierhos, *1974 Hamburg, lives and works in Berlin.

Veranstaltungen:

Vernissage: Fr 24. Mai | 19:00 Uhr
19:30 Uhr | Begrüßung & Musikalische Lesung | Foyer

ma_CONVERSATIONS | Sa 25. Mai | Mo 27. Mai | Mi 29. Mai 2019
Jeweils 19:00 Uhr | mit Hanako Geierhos | Galerie 2

Sa 25. Mai | 19 Uhr
PUBLIC | Orte der Zusammenkunft | LECTURE PERFORMANCE

Mo 27. Mai | 19 Uhr
ART | Orte der Sprache und Spiritualität | ZWISCHEN MENSCH UND MENSCH | CONVERSATION

Mi 29. Mai | 19 Uhr
ARCHITECTURE | Orte der Wahrnehmung | CONVERSATION

Late Night Reading: Sa 29. Juni | 21 Uhr
Mit Héloïse Delègue u.a. | Galerie 1

Führungen: So 2. Juni | So 30. Juni | Treffpunkt 16 Uhr | Galerie 1

Eintritt frei
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Öffnungszeiten Galerie 1 & 2
Do-Fr 17-20 Uhr | Sa 14-20 Uhr | So 14-18 Uhr

Eintritt FREI
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