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Foto: Natasha A. Kelly, Millis Erwachen, 2018, Filmstill. Fotograf Marc Doradzillo

Filmlecture | »Millis Erwachen«

Ein Film von Natasha A. Kelly - Zwischen den Zeilen gelesen

Di 28.05. | 19:00 Uhr

Gastvortrag Natasha A. Kelly »Millis Erwachen« (Film) 2018

In den als »Klassiker« geltenden Werken vieler Expressionisten wurden Schwarze Frauen* seit jeher als »Objekte der Begierde« dargestellt. Der Maler Ernst Ludwig Kirchner (1880 – 1938) beispielsweise suchte zur Blütezeit des deutschen Kolonialismus weniger die Anatomie des Frauen*körpers zu erforschen. Vielmehr ging es ihm darum, über die vermeintliche »Naturgebundenheit« seiner Motive hinaus, seine eigene Manneskraft zu spüren. 1911 malte er die »Schlafende Milli« nackt auf einer Couch liegend. Als Inspirationsquelle ließ er nur die eigene Potenz gelten. Während zahlreiche Kunsthistoriker*innen neben der Ästhetik auch die Sexualfantasien von Kirchner in den Fokus ihrer Analysen nehmen, taucht mein Film in die Gedanken- und Gefühlswelt von Kirchners »Muse« ein und lässt Milli sinnbildlich erwachen: Was sagen Kirchners Dar-stellungen über das Leben und Leiden von Milli aus? Welche koloniale Konti-nuitäten wirken bis heute nach? Und was können wir daraus lernen?

Dr. Natasha A. Kelly (*London/ lebt in Berlin) arbeitet als Kommunikationssoziologin in den Forschungsbereichen Post-/Kolonialismus, Feminismus und transdisziplinäre Geschlechterstudien. Sie ist außerdem als Autorin, Dozentin und Kuratorin tätig und engagiert sich seit vielen Jahren in der Schwarzen deutschen Community. Ihr Debütfilm »Millis Erwachen« wurde 2018 auf der 10. Berlin Biennale gezeigt.

Screening & Vortrag mit anschliessender Diskussion

Eintritt frei!

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